Böses Erwachen im Westderby gegen Köln

Nach tollem Auftakt am Seilersee kassierten Alex Foster (links) und die Iserlohn Roosters gegen die starken Kölner Haie doch noch die erste Heimniederlage der jungen Saison. - Foto: Jentzsch

ISERLOHN - Ohne den verletzten Jeff Giuliano und Kapitän Michael Wolf, der am Mittag Vater einer gesunden Tochter namens Lara geworden war, verloren die Iserlohn Roosters gestern nach 3:0-Führung noch mit 3:4 (3:0, 0:1, 0:3) Treffern gegen den Meisterschaftsfavoriten Kölner Haie. Am Ende schwanden die Kräfte, dazu kamen strittige Entscheidungen der Schiedsrichter.

Am Ende des ersten Abschnitts hatten die Sauerländer von vier Gelegenheiten drei genutzt – Effektivität pur. Köln war indes nicht gut genug im Abschluss. Lange hielt alles, am Anfang sein Team vor allem im Spiel. Glück und die unglaubliche Spannweite von John Tripp half den Haien nach nur neun Sekunden im Mitteldrittel beim Anschlusstreffer. Aus dem Nichts mit weit ausgebreiteten Armen bugsierte der Haie-Kapitän am Torraum stehend den Puck über die Linie. Dem Spielfluss der Sauerländer tat das Tor aber keinen Abbruch. Bis zur 35. Minute präsentierten sich beide Teams gleichwertig, dann kamen die Schiedsrichter ins Spiel, die gegen die Roosters rigoros durchgriffen, Beinstellen oder Stockchecks der Haie indes übersahen.

Gödtels zu hohen Stock vor dem eigenen Tor konnte man nicht übersehen, der Iserlohner musste mit einer Spieldauer vom Eis, Köln bekam die Überzahl, produzierte ein halbes Dutzend Chancen, Lange vereitele alle. Und hätte Hommel bei seinem Konter ein wenig mehr Glück gehabt (39.), die Roosters hätten dem Match vielleicht die Vorentscheidung geschenkt.

Je länger aber das Schlussdrittel lief, umso offensichtlicher wurde, dass die Sauerländer dem hohen Tempo der vier Kölner Angriffsreihen mit ihren drei Formationen Tribut zollen mussten. Sie rackerten zwar vorbildlich, aber trotzdem reichte ein ungedeckter Augenblick dem starken Tjernqvist acht Minuten vor dem Ende zum 2:3.

Froschs Hinausstellung bescherte den Kölnern nur knapp zwei Minuten später die nächste Überzahl und den Ausgleich. Erneut in Unterzahl zeigten die Roosters bei Raedekes Unterzahlkonter ein Lebenszeichen, Ziffzer aber war zur Stelle (56.). Die Entscheidung fiel 171 Sekunden vor dem Ende, als vier Roosters viel zu offensiv ins Drittel der Haie stürmten, die Scheibe verloren und sich den finalen Konter einfingen. Ein unkonzentrierter Augenblick brachte die Sauerländer also am Seilersee um einen verdienten Punkt. - MiHei

Roosters: Lange – Jares, Gödtel; Raymond, Brennan; Orendorz, Danielsmeier – York, Raedeke, Macek; Sertich, Mulock, Fischhaber; Foster, Frosch, Hommel; Kopitz

Haie: Ziffzer – Holmqvist, Tjernqvist; Kranjc, Moritz Müller; Ankert, Lüdemann; Krupp – Falk, Minard, Gogulla; Stephens, Tripp, Robinson;Hagos, Riefers, Marcel Müller; Ticar, Schmolz, Ohmann

Schiedsrichter: Aicher (Rosenheim), Jablukov (Berlin)

Tore: 1:0 (7:36) Gödtel (Jares, Mulock), 2:0 (9:42) York (Macek, Brennan), 3:0 (19:39) Macek (York), 3:1 (20:09) Tripp (Stephens); 3:2 (52:06) Tjernqvist (Holmqvist, Robinson), 3:3 (54:02) Stephens (Robinson, Holqvist/5:4), 3:4 (57:09) Marcel Müller (Stephens)

Strafminuten: Roosters 18+5+Spieldauer (Gödtel); Haie 12

Zuschauer: 4511

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