Altenaer Blendar Avdullahu für Albaniens U 19„gesichtet“

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Blendar Avdullahu (links) wurde bereits zum Sichtungstraining zur albanischen U 19-Nationalmannschaft eingeladen. Im Verein läuft er künftig für den A-Junioren-Bezirksligisten Borussia Dröschede mit Trainer Robin Brocca auf.

Altena - Igli Tare spielte für Lazio Rom, Altin Lala lief für Hannover 96 auf, Edmond Kapllani kickt für den Zweitligisten FSV Frankfurt. Beispiele für erfolgreiche albanische Fußballspieler gibt es genug. Und wenn es nach Blendar Avdullahu geht, könnte durchaus noch ein weiterer hinzukommen.

Der 16-Jährige, der bis zum vergangenen Jahr für den VfB Altena in der B-Jugend spielte und dann zu Rot-Weiß Lüdenscheid wechselte, hat die Aufmerksamkeit des albanischen Fußballverbandes geweckt. Erst kürzlich wurde er zu einem Sichtungstraining der albanischen U19-Nationalmannschaft ins hessische Dillenburg eingeladen.

Beim VfB Altena lernte der in Deutschland geborene Blendar Avdullahu das „Fußball-ABC“, von Beginn an unter Trainer Jürgen Kehl. Stammposition war die Innenverteidigung. Dort entwickelte sich der junge Fußballer, der im Altenaer Elternhaus wohnt, prächtig. Das wurde auch in der Nachbarschaft festgestellt. Denn nach RWL wurde jetzt der ambitionierte A-Jugend-Bezirksligist Borussia Dröschede auf das Talent aufmerksam. Beim Sichtungstraining überzeugte er Trainer Robin Brocca auf Anhieb – künftig ist die sportliche Heimat von Blendar Avdullahu nun die „Emst“ im Iserlohner Vorort.

„Blendar antizipiert unheimlich gut. Er ist sehr schnell, selbst unter Druck des Gegners hat er immer ein Auge für den Mitspieler. Er muss gar nicht in Zweikämpfe gehen, denn er erkennt Spielsituationen sofort. Und er hat wegen seines hohen Tempos auch tolle Anlagen für einen Außenverteidiger. Natürlich trifft er bei uns auf starke Konkurrenz. Aber er hat das Zeug, seinen Weg zu gehen“, glaubt Brocca.

Das denkt auch Redi Jupi, ehemaliger albanischer Nationalspieler und verantwortlich für die U 19 des Balkanstaates. Er versammelte jetzt Talente aus ganz Europa in Dillenburg um sich. Das Ziel dieser regelmäßig und für alle Altersklassen stattfindenden Veranstaltung: Nachwuchs sichten, der das Zeug hat, das albanische Nationaltrikot überzustreifen. Nexhat Avdullahu, Vater von Blendar und lange selbst Trainer beim VfB Altena, reiste mit seinem talentierten Sohn also nach Hessen.

„Wir haben dort Nachwuchsfußballer aus Norwegen, Schweden und Österreich getroffen – viele Länder waren vertreten. Etwa 50 Spieler waren angereist, 25 kamen in die engere Wahl, darunter auch Blendar“, freut sich der stolze Vater.

Bald fahren die Avdullahus nach Albanien in den Urlaub. Redi Jupi hat ihnen dann eine Bitte mit auf den Weg gegebene: Sie sollen sich beim nationalen Fußballverband melden und das weitere Vorgehen besprechen. Möglicherweise der Beginn einer außergewöhnlichen Karriere.

Aber dazu muss Blendar Avdullahu weiter hart an sich arbeiten, zunächst in Dröschede, wo der Aufstieg in die A-Jugend-Landesliga das ehrgeizige Ziel des jungen Kickers ist. - von Jürgen Beil

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