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SGSH trifft auf bekannte Gesichter

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Von: Thomas Machatzke

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Kapitän Florian Diehl in Augustdorf im Vorwärtsgang. Auf ihn zählt die SGSH auch gegen Ahlen.
Kapitän Florian Diehl in Augustdorf im Vorwärtsgang. Auf ihn zählt die SGSH auch gegen Ahlen. © Thomas Machatzke

Der 7. Spieltag in der 3. Liga West hält für die SGSH Dragons die bislang wahrscheinlichste schwierigste Aufgabe bereit: Am Samstag um 19.30 Uhr gastiert die Ahlener SG an der Halveraner Mühlenstraße. 

Halver - Mit dabei im Ahlener Team: Linkshänder Moritz Frenzel, der die SGSH im Sommer nach den Querelen um die Trennung von Cheftrainer Mark Schmetz wie vier andere Leistungsträger verlassen hat. Außerdem: Ex-SGSH-Rückraum-Spieler Dominik Spannekrebs.

„Wieder ein Gegner, der aufs Tempo drücken wird“, sagt SGSH-Cheftrainer Maciej Dmytruszynski, „dazu decken die Ahlener sehr flexibel – aber in allen Systemen sehr aggressiv und auf Ballgewinn ausgerichtet. Sie leben vom Gegenstoß und wollen immer den Ball. Deshalb dürfen wir vorne nicht zu hektisch auftreten.“

Die Handballer aus dem Kreis Warendorf im Münsterland befinden sich mitten in der Nach-Bertow-Ära. Viele Jahre hat Sascha Bertow, der inzwischen den Tabellenführer TV Emsdetten coacht, die ASG als Trainer geprägt. Nun ist mit Frederik Neuhaus ein junger, ehrgeiziger Trainer am Ruder und lässt einen anderen Handball spielen. Mit Spielmacher und Taktgeber David Wiencek als absolutem Führungsspieler.

Wiencek ist mit 50 Treffern auch drittbester Torjäger der Liga, dahinter folgen bei Ahlen im teaminternen Ranking bereits Dominik Spannekrebs (32) und Moritz Frenzel (24). Aufgewertet wurde das Team auch durch die Verpflichtung von Shawn Pauly (Team HandbALL Lippe II) im rechten Rückraum und Ex-Bundesliga-Kreisläufer Julian Damm. Wobei Neuhaus auf dieser Position die Qual der Wahl hat, denn auch Ferdi Hümmecke zählt zu den besten Kreisläufern der Liga.

Auf den zweiten Blick verwundert die gute 8:4-Punkte-Startbilanz trotz des schweren Programms somit nicht. Mit Ausnahme von Opladen hat Ahlen schon gegen fünf Teams der „Top 7“ gespielt, hat beim 35:28 in Krefeld einen echten Überraschungscoup gelandet (die einzige Niederlage für Mark Schmetz und sein Team) und nur gegen Emsdetten (35:36) und in Longerich (31:39) verloren.

„Die Ahlener decken so unangenehm, dass es viele Teams bisher versucht haben, sie mit dem siebten Feldspieler in eine defensivere Formation zu zwingen“, sagt Dmytruszynski, „ich bin eigentlich kein Freund des siebten Feldspielers, aber auch auf diese Option haben wir uns vorbereitet.“ Ansonsten sieht der Chefcoach den Schlüssel wieder in der Abwehr. „Wenn wir so decken wie in Augustdorf und uns vorne an unser Konzept halten, dann können wir auch diesen Gegner schlagen“, sagt der Hüne auf der SGSH-Bank, „natürlich ist Ahlen in diesem Spiel der klare Favorit, aber wir spielen zu Hause. Und da wollen wir wieder ein gutes Spiel machen.“

Wenn wir so decken wie in Augustdorf und uns vorne an unser Konzept halten, dann können wir auch diesen Gegner schlagen!

Maciej Dmytruszynski (Cheftrainer der SGSH)

Gut trainiert hat das Team in dieser Woche. Mit Ausnahme von Tobias Schetters (Rücken- und Hüftprobleme) sogar komplett und problemfrei. Auch Bogdan Criciotoiu hat nach seinem Muskelfaserriss das Training wieder aufgenommen. „Vielleicht reicht es für ein paar Minuten“, sagt Dmytruszynski, „in der Abwehr würde uns das enorm helfen, um unsere Leistungsträger dort ein bisschen zu entlasten.“ Kevin Plate nach seinem ordentlichen Drittliga-Debüt und Kai Lüsebrink, der auch wieder im Training ist, werden mit der Verbandsliga-Reserve nach Hattingen reisen. Ansonsten ist der Kader komplett.

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