Rot-Weiß Lüdenscheid: Mehr Biss und Willen bei Hausherren

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Bild mit Symbolcharakter: Rot-Weiß Lüdenscheid bejubelt seinen Sieg, der KSC ist nach dem 0:3 mehr oder weniger am Boden zerstört.

Lüdenscheid -  Sportlich marschiert Rot-Weiß Lüdenscheid weiter an der Tabellenspitze der Bezirksliga: Die Sadowski-Elf bezwang den ambitionierten Kreisrivalen Kiersper SC vor 150 Besuchern am Nattenberg völlig verdient mit 3:0 (1:0).

Dass es zum Ende hin noch dramatisch wurde, hatte andere Gründe: Zunächst klappte eine Zuschauerin mit einem Kreislaufkollaps im heißen Brutkessel zusammen und musste ebenso ins Krankenhaus eingeliefert werden wie der kurz zuvor eingewechselte RWL-Angreifer Dario Mazzola, der nach einem Foul mit einem Knöchelbruch, an dem er operiert werden muss, ausschied.

Die Partie war da längst entschieden, Rot-Weiß hatte den KSC mit mehr Einsatzwillen, der entschlosseneren Körpersprache und letztlich größerer Tempohärte in die Knie gezwungen, Gästecoach Andreas Wieczorek war maßlos enttäuscht: „Mit einer solchen Einstellung gewinnen wir in der Liga keinen Blumentopf“, grantelte er.

„Angesichts der Hitze eine Topleistung“, lobte Gegenüber Marco Sadowski die Rot-Weißen, nachdem die kurzfristig noch personelle Rückschläge verkraften mussten. Neben Katsaros mussten Sommer (Leistenverletzung) und Güzelcümbüs (Fieber) passen. Doch ob umgebaute Viererkette mit dem überragenden Dunkel auf rechts, Youngster Adams auf der „Sechs“ oder Klukowski als einzige Spitze: Alle machten ihre Sache gut und bescherten dem Coach und Keeper Brackmann das erste Punktspiel „zu Null“ der Saison.

Daran hatte der Schlussmann freilich auch Anteil: Denn schon in Minute eins entschied er das 1:1-Duell gegen den nach dem Wechsel verletzt ausgeschiedenen Stumpf in Klassemanier zu seinen Gunsten. Eigentlich einziger KSC-Höhepunkt bis auf zehn starke Minuten in Halbzeit eins. RWL erarbeitete sich ein klares Chancenübergewicht: Schönrath, El Alami, Urbas und Klukowski vergaben noch Großchancen, dann machte es Letzterer nach Vorarbeit von El Alami und Schönrath unter Mithilfe der KSC-Hintermannschaft besser – 1:0 (39.).

Wer nach Wiederbeginn das große Gästeaufbäumen erwartet hatte, sah sich getäuscht: Der KSC ergab sich in sein Schicksal, RWL hätte schon durch Dunkel und Schönrath den Sack zumachen können, dann verweigerte der Referee den RWLern nach Henses Foul an Urbas einen klaren Elfmeter. Doch nach Schönraths tollem Solo und der klasse Vorarbeit von Dunkel machte Offensivallrounder El Alami (75. und 90.+3) den Deckel drauf.

RWL: Brackmann – Dunkel, Sattler, Besirlioglu, Ndoumi Kemadjou – Scheerer, Adams –Schönrath, El Alami, Urbas (90.+1 Maatalla) – Klukowski (75. Mazzola, 81. Klatt)

KSC: Salmen – Batgün, Moumin, Hense, Dissing (46. L. Becker) – T. Becker, Inchingoli (74. Volk) – Carbotta, Eick, Stumpf (62. Finke) – Bably

Schiedsrichter: Sahin (Siegen)

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