RWL kündigt eine Attacke an

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Martin Rost will mit den Rot-Weißen in der kommenden Saison alles versuchen, um aufzusteigen. 

Lüdenscheid – Der größte Ärger über den verpatzten Himmelfahrtstag mit der Relegationsniederlage gegen den SCV Neuenbeken ist abgehakt, für Rot-Weiß Lüdenscheids Trainer Martin Rost bleibt von der Bezirksliga-6-Spielzeit 18/19 nicht der negative Schlussakkord in Werl im Blickpunkt, sondern viele andere Facetten einer sehr positiven Saison, die auch deshalb spannend war, weil man nach der Umgruppierung in Staffel 6 auf neue Konkurrenten traf.

Mit dem RWL-Coach sprach Sportredakteur Jörg Hellwig über die abgelaufene und neue Spielzeit.

Rot-Weiß hatte nach der Umgruppierung die Befürchtung, dass in der Staffel sechs spielerisch stärkere Teams vertreten sind. Was hat sich davon bewahrheitet?

Wir wussten in der Tat nicht, was auf uns zukam und mussten dann feststellen, dass die Gegner nicht wirklich fußballerisch besser sind als in der Staffel 5, aber anders spielen, eine ganz andere fußballerische Mentalität haben. In der 6 wird weniger ergebnisorientiert gespielt, da laufen auch die schwächeren Gegner gegen Teams wie unseres als eine der Spitzenmannschaften noch hoch an, wenn sie schon mit zwei Toren in Rückstand liegen. Sie suchen ihr Heil weiter in der Offensive. In der 5 schaut man vor dem Spiel auf die Tabelle und wenn’s gegen eine Spitzenmannschaft geht, dann muss die schon von Anpfiff an mal gegen Abwehrbeton des nicht so gut platzierten Gegners anrennen. Mitunter vergeblich und man verliert solch ein Spiel mit 0:1. Der Offensivfußball in der Staffel 6 ist auf alle Fälle unterhaltsamer für die Fans.

Wie fällt dein persönliches Saisonfazit aus?

Durchweg positiv. Das Relegationsspiel war nur eine negative Momentaufnahme. Platz zwei ist mehr, als wir erwarten konnten. Wir wollten zwar oben mitspielen, aber dass es letztlich so gut läuft, das macht mich auch stolz. Gerade in den letzten Wochen, als wir auch personell improvisieren mussten, haben wir richtig guten Fußball gespielt. Die positive Entwicklung der Mannschaft in den vergangenen beiden Spielzeiten ist unverkennbar.

Was waren deine Saison-Höhepunkte?

Ich würde da zwar nicht gerne etwas explizit herausheben, sondern die gute Gesamtentwicklung sehen. Aber die Spiele in Hagen und gegen Hagen und das Pokalspiel gegen den RSV Meinerzhagen waren schon noch etwas besonderes. Dazu auch, wie wir uns als Mannschaft präsentiert haben und wie sich in den letzten Wochen auch die A-Junioren bei uns reingebissen haben. Darüber bin ich schon sehr froh.

Und was waren für dich die Tiefpunkte der Saison?

Da gilt eigentlich das gleiche wie für die Highlights, da gab es nicht so viele Extreme. Natürlich wurmt es uns, dass wir zweimal gegen Kalthof verloren haben. Aber weil es sich wiederholt hat, muss man auch hinterfragen, ob das kein Zufall ist. Ob das vielmehr einfach ein Team ist, das uns nicht liegt. Das kommt schon mal vor. Aber hätten wir die sechs Zähler und dann noch zwei Punkte in Schwelm, wo wir klar hätten gewinnen müssen, mehr gehabt, dann hätten wir sicher auch die Hagener mehr unter Druck setzen können, obwohl die natürlich verdient Meister geworden sind.

Die Spielzeit 18/19 ist passé, was können die Fans von der kommenden Saison erwarten?

Von uns auf jeden Fall Attacke. Ganz gleich, in welche Staffel wir einsortiert werden und unabhängig davon, dass einige bisherige Konkurrenten wie Berchum-Garenfeld oder Türkiyemspor Hagen personell nachlegen: Wir wollen versuchen, aufzusteigen, und werden dafür alles tun. Ich denke, dass wir uns vor allem auch offensiv noch einmal verstärkt haben, bzw. verstärken werden. Auch wenn wir mit Leo Mai einen tollen 6er verloren haben, der nur schwer zu ersetzen ist, werden wir angreifen. Nächste Woche ist noch einmal Training, später noch eine Abschlussfeier. Dann haben die Jungens fünf Wochen Pause, in denen sie Fußball aus den Köpfen verbannen können. Aber dann geben wir ab 9. Juli wieder richtig Gas und wollen alles probieren, um unsere sportlichen Ziele auch umzusetzen.

 

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