Handball

Hoffnung auf eine sorgenfreie Saison

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Die TSE hat eine Vorbereitung hinter sich, in der Sascha Schmoll und Günter Meckel improvisieren mussten.

Es war der 10. Oktober 2020, als sich die TS Evingsen in der Handball-Bezirksliga vor pandemiebedingt maximal möglicher Kulisse von 120 Zuschauern in der Sauerlandhalle vom TV Arnsberg 24:24 unentschieden trennte. Bei diesen 60 Minuten Bezirksliga-Handball blieb es für die Turnerschaft in der Saison 20/21 dann auch. Die Pandemie ließ keine weiteren Partien mehr zu.

Altena - Am kommenden Samstag spielt die TS Evingsen wieder um Meisterschaftspunkte. Es geht zum Auftakt der Saison 21/22 zum Auswärtsspiel bei der DJK SG Bösperde II. Fast elf Monate und eine gefühlte Ewigkeit werden dann zwischen zwei Punktspielen liegen, weshalb sich TSE-Trainer Sascha Schmoll auch etwas schwer damit tut, sowohl die Konkurrenz in der Bezirksliga Mitte einzuschätzen als auch ein konkretes Saisonziel für das eigene Team auszurufen. „Vieles ist einfach unvorhersehbar. Man weiß einfach nicht, wie die Mannschaften durch die lange Corona-Zeit gekommen sind und wo man steht“, sagt der 46-Jährige.

Wir wollen Spaß am Handball haben und diesen Spaß nach Möglichkeit auf die Zuschauer übertragen.

TSE-Trainer Sascha Schmoll

Für die Turnerschaft geht es nach Ansicht des Trainers in der Elfer-Staffel, aus der am Ende vier Teams absteigen müssen, in erster Linie darum, eine sorgenfreie Serie zu spielen. „Ich sehe die Saison eher als eine Übergangssaison. Wir möchten natürlich vermeiden, unter die letzten Vier zu kommen und sind generell erstmal froh, dass man sein Hobby überhaupt wieder durchführen darf. Wir wollen Spaß am Handball haben und diesen Spaß nach Möglichkeit auf die Zuschauer übertragen. Und natürlich wollen wir uns als Mannschaft weiterentwickeln“, so Schmoll, der bei der Turnerschaft in seine sechste Saison geht.

Dass die Evingser mit ihren Neuzugängen Jens Burzlaff (HSV Plettenberg/Werdohl) und Marcel Fenner (HSG Lüdenscheid) eine durchaus gute Rolle spielen könnten in der neuen Saison, wäre nach einer „normalen“ Vorbereitung sicherlich nicht falsch gewesen. Die Vorbereitung aber war eben nicht „normal“, im Grunde genommen war sie genau das Gegenteil. Und das hatte nicht allein mit der Pandemie und all’ ihren Einschränkungen zu tun, sondern auch mit der Hochwasser-Katastrophe Mitte Juli. Die Sauerlandhalle, die mehrere Wochen als zentrale Hilfestelle für Flutopfer genutzt wurde, stand den Evingsern weder für Training noch für Testspiele zur Verfügung. Schmoll musste mit seinen Schützlingen improvisieren. Die Neuzugänge sowie den lange verletzten Micha Brüggendieck oder den vor der annullierten Saison 20/21 zur TSE gewechselten Arnd von Tresckow in das bestehende Gefüge einzubinden, machte das nicht leichter. „Die Neuen werden wir über die Saison integrieren müssen“, sagt Sascha Schmoll daher.

So geht die Turnerschaft mit einigen Fragezeichen in die Saison, in der Corona natürlich ein Thema bleiben wird. Das Gros der TSE-Mannschaft ist zwar vollständig geimpft, für die Hallensportler ist eine Rückkehr in die Normalität aber sicherlich schwieriger als für die Sportler, die im Freien ihrem Hobby nachgehen können. Am Samstag geht es nach Bösperde. Es wird fast elf Monate nach dem letzten Punktspiel der Auftakt einer neuen Reise sein, für die es (noch) keinen Kompass gibt...

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