RW Lüdenscheid triumphiert bei FSV Werdohl II

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Semir Tuz (links) spielte erst für die FSV-Reserve gegen seinen Ex-Verein Rot-Weiß Lüdenscheid (hier Franco Polo). In dieser Partie war er nach Ablauf seiner Rotsperre allerdings nicht spielberechtigt. Im Gegensatz zum anschließenden Spiel der Ersten, für die er zum zwischenzeitlichen 1:1 getroffen hat.

WERDOHL - Rot-Weiß Lüdenscheid feierte am Sonntag den sechsten Sieg in Serie. Deutlich mit 4:0 (2:0) Treffern setzte sich die Krumbholz-Elf im Kreisderby bei der Reserve der FSV Werdohl durch. Allerdings hätten die Gastgeber auch „am grünen Tisch“ verloren. Die Rotsperre von Semir Tuz war zwar mit dem Spieltag vom Donnerstag abgelaufen, in der Reserve durfte er aufgrund der fünftägigen Schutzsperre aber nicht spielen.

Das war am Ende der 90 Minuten im Riesei-Stadion jedoch egal. Schließlich hatten die Bergstädter sportlich für klare Verhältnisse gesorgt, weil sie im Abschluss wesentlich effizienter agierten. „Ich denke der Sieg war verdient, fiel aber um ein, zwei Tore zu hoch aus“, resümierte Robert Krumbholz nach der Begegnung. Denn schon zur Halbzeit hätten die Gastgeber das Ergebnis knapper gestalten müssen.

In der 12. Minute waren die Lüdenscheider in Führung gegangen. Marcel Schönrath ließ FSV-Innenverteidiger Giuseppe Cottitto auf der linken Außenbahn stehen, und seine scharfe Hereingabe nutzte Hatem Jindou am zweiten Pfosten zum 0:1. Es war ein verdienter Zwischenstand, denn die Rot-Weißen waren in der ersten Halbzeit die aktivere Mannschaft und in den Zweikämpfen präsenter. Dennoch hatte die FSV-Reserve in der 25. Minute gleich die dreifache Großchance zum Ausgleich, als Katsaros einen Handelfmeter verschuldete. Zekovic scheiterte jedoch nicht nur im ersten Versuch und im Nachschuss an Keeper Brackmann. Als Schiedsrichter Lepperhoff beim RWL-Klärungsversuch nun auch noch auf indirekten Freistoß am Fünfer entschied, jagte Tuz den Ball gegen seinen Ex-Club nur in Urbas’ Rücken. Stattdessen folgte der zweite Rot-Weiß-Streich noch vor der Pause. Nach Hoffrogges „Sense“ gegen Urbas zirkelte Co-Trainer Lars Scheerer den 20-m-Freistoß (35.) von halblinks über die Mauer in den Winkel.

Nach dem Wechsel spielte aber plötzlich nur noch die Grube-Elf. „In der zweiten Halbzeit konnten wir bis zum 3:0 überhaupt nicht zufrieden sein“, sagte Krumbholz. Die FSV II bestimmte klar das Geschehen, doch mehr als zwei halbe Chancen durch Tuz (57.) und Benli (66.) sprangen nicht heraus. Da war Sattlers Möglichkeit, der freistehend an Felbick (59.) scheiterte, weit besser. Als dann Sattler schließlich in Minute 79 einen Urbas-Freistoß fein ins lange Eck köpfte, war die Partie entschieden. Urbas lupfte noch zum Endstand (83.) ein.

FSV II: Felbick – Hoffrogge, G. Cottitto, Grahovac, Serin – Bektas (61. Toslu), Krämer – Benli, Zekovic, Abanoz (78. Ademi) – Tuz

RWL: Brackmann – Akhabach, Katsaros, Polo, Öztürk – Sattler (90. Krumbholz), Scheerer – Jindou (74. Albrecht), Carbotta (80. Tatay), Urbas – Schönrath

Schiedsrichter: Lepperhoff (Gevelsberg)

Tore: 0:1 (12.) Jindou, 0:2 (35.) Scheerer, 0:3 (79.) Sattler, 0:4 (83.) Urbas

von Stefan Herholz

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