Kiersper SC zum Spitzenspiel nach Ottfingen

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KSC-Trainer Sven Krahmer freut sich auf die Partie in Ottfingen: „Spiele auf dem Siepen sind immer ein heißes Tänzchen!“

Kierspe - Der Ottfinger Siepen war für den Kiersper SC in der jüngeren Vergangenheit ein gutes Pflaster: Im letzten Meisterschaftsauftritt beim dortigen SVO erkämpften sich die durch eine Rote Karte in Unterzahl geratenen Volmestädter anno 2012/13 ein 2:2-Remis, im August dieses Jahres gewannen sie an gleicher Stätte das Vorbereitungsturnier um den Opel-Stahl-Cup. Keine schlechten Vorzeichen also für die Partie am Sonntag, zu der der KSC ab 15 Uhr im Wendschen gastiert.

Von Thomas Busch

„Wir fahren mit breiter Brust dorthin“, demonstriert Kierspes Trainer Sven Krahmer vor dem Duell mit dem Liga-Dritten Selbstbewusstsein. Schließlich beträgt der Vorsprung von Spitzenreiter KSC auf den SV Ottfingen neun und auf den Rangzweiten Fortuna Freudenberg acht Punkte. Heißt: Während das Minimalziel der Gäste „nicht verlieren“ lautet, ist der Druck auf die Platzherren ungleich größer. Ein „Dreier“ ist Pflicht, damit der Rückstand nicht weiter anwächst.

Doch SVO-Coach Mounir Saida übt sich im Vorfeld im Tiefstapeln. „Wir sind noch nicht so weit, vom Titel sprechen zu können, vielmehr wollen wir uns mit dieser Mannschaft in der Liga etablieren“, ließ der im Sommer von der U19 der Sportfreunde Siegen gekommene Trainer in dieser Woche im Gespräch mit Olper Medien verlauten. Ein Sieg seines nach dem Landesliga-Abstieg neu formierten Teams über den KSC wäre für Saida „eine Sensation“.

Sven Krahmer sieht das – sicherlich zu Recht – ein wenig anders: „Ottfingen ist eine absolute Spitzentruppe“, lautet seine Einschätzung des sonntäglichen Kontrahenten. Selbiger kam zunächst zwar nur schleppend in die Saison, machte dann aber durch sechs Siege in Folge reichlich Boden gut. Allerdings fand die Erfolgsserie vor Wochenfrist ein jähes Ende, als der SVO bei Rot-Weiß Lüdenscheid mit 1:5 unterlag. Aber: Ottfingens Ausrutscher am Nattenberg ändert genauso wenig wie Mounir Saidas Understatement etwas daran, dass die Partie am Sonntag ein Spitzenspiel ist. Viele bessere Mannschaften als die beiden, die dann aufeinandertreffen, gibt es in der Bezirksliga nämlich kaum...

Das Team, das der aktuellen Spielzeit bislang am nachhaltigsten seinen Stempel aufgedrückt hat, wird am Siepen im Vergleich zum letzten Heimspiel gegen den FSV Gerlingen (2:1) unverändert daherkommen. Neben den Langzeitausfällen Andreas Kalman und Rafet Batgün werden den Kierspern erneut Philipp Stumpf und Felix Bably fehlen. Während bei Stumpf eine MRT-Untersuchung in den nächsten Tagen genaueren Aufschluss über die Schwere seiner Verletzung geben soll, wird Bably am kommenden Dienstag wieder ins Training einsteigen. Bei ihm ist die zunächst angedachte OP der verletzten Schulter zumindest vorerst einmal vom Tisch.

„Natürlich sind wir dadurch etwas ersatzgeschwächt, doch bislang haben wir die Ausfälle gut kompensiert“, setzt Sven Krahmer auch am Sonntag auf die Tiefe im Kader, die in dieser Saison ein entscheidender Pluspunkt im Aufstiegskampf sein könnte. Seine Vorfreude auf das Spitzenspiel in Ottfingen verhehlt der KSC-Trainer nicht: „Spiele auf dem Siepen sind immer ein heißes Tänzchen – wir freuen uns darauf!“

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