TuS will Serie beenden -KSC seine ausbauen

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Fadi Mrida (links) war in Freudenberg der "Vater" des Plettenberger Sieges.

KREISGEBIET - Die beiden heimischen Vertreter in der Fußball-Bezirksliga 5, der TuS Plettenberg und der Kiersper SC, sehen sich am Sonntag unangenehmen, aber nicht unlösbaren Aufgaben gegenüber.

TuS Plettenberg - SuS Niederschelden (Sonntag, 15 Uhr, Lennestadion):  Auswärts hat der Tabellenelfte aus dem Siegerland  in dieser Saison noch nicht verloren. Ein Sieg, zwei Unentschieden lautet die Bilanz der Scheldener vor dem Gastspiel in der Vier-Täler-Stadt.

„Irgendwann ist immer das erste Mal“, will Trainer Benedikt Gabriel mit seiner Mannschaft diese „Serie“ beenden, weiß aber, dass dies nicht im Vorbeigehen möglich sein wird: „Niederschelden hat nach einem Umbruch eine junge, kampfstarke Mannschaft.“ Natürlich tat dem Team von Coach Andreas Wieczorek der Abgang von Torjäger Fabian Kolb zum SV Ottfingen weh, aber auch ohne den Goalgetter, der in der Vergangenheit auch dem TuS so manchen Treffer einschenkte, hat Niederschelden ebenso viele Tore erzielt wie die Blau-Gelben.

Auf Plettenbergs Defensive wird folglich ebenso viel Arbeit zukommen wie zuletzt beim 2:1-Sieg in Freudenberg. „Wir müssen länger stabiler stehen“, möchte sich Gabriel ähnliche Zittermomente wie am vergangenen Sonntag ersparen. Nachdem die TuSler die erste Halbzeit taktisch diszipliniert weitgehend bestimmt hatten, der Ertrag mit dem Führungstreffer durch Schlotmann sich auch einstellte, sah sich das Team im zweiten Abschnitt doch so manch kritischer Situation gegenüber. „Doch mit Glück und Können haben wir es geschafft“, freute sich Gabriel, umarmte nach dem Abpfiff jeden einzelnen Spieler. „Dass alle zu müde zum Jubeln waren, ist doch ein gutes Zeichen und ein richtiger Schritt“, erkannte der Coach auch das gegen Kierspe vermisste volle Engagement.

Die Rückkehr nahezu aller Urlauber (Langenberg, Stiber, Patrick Lang, Papadopoulos) gibt ihm überdies „gute Hoffnung, dass wir uns nun stabilisieren. Wir sind noch nicht so eingespielt“, verweist er aber auch auf die häufigen Umstellungen. Davon wird es am Sonntag nur noch eine geben: Den in die Ferien gefahrenen Torhüter Sören Langwald wird Kürsat Yigit – wie bereits während mehrerer Wochen der Vorbereitung – ersetzen. Er genießt das volle Vertrauen Gabriels, der die Zwischenbilanz des TuS – nur vier Punkte hinter dem Spitzenreiter – als sehr positiv bewertet.

„Und das muss man allen mit Überzeugung klarmachen. Aber wir dürfen die Augen nicht verschließen, dass da noch Luft nach oben ist. Es geht mehr, wir dürfen nur nicht ungeduldig werden.“ Eine mit namhaftem Personal besetzte Bank soll es Gabriel auch gegen Niederschelden erlauben, „hinten raus“ mit frischen Offensivkräften nachzubessern, wie in Freudenberg mit Erfolg praktiziert. Ein Luxus, den sich der TuS zurzeit gönnen kann.

VfR Rüblinghausen - Kiersper SC (Sonntag, 15 Uhr, Sportanlage Am Birkendrust):  Der Kiersper SC ist seit vier Spielen ungeschlagen, hat davon aber nur eine Partie gewonnen. Richtig zufrieden ist man am Felderhof deshalb nicht – mit Unentschieden gelingen keine großen Sprünge in der Tabelle. Und so birgt das Spiel beim VfR die Gefahr, dass der gastgebende Tabellenletzte, der erst drei Zähler auf der Habenseite hat, mit dem KSC gleichziehen könnte.

So richtig Fuß gefasst hat der Aufsteiger in der Bezirksliga noch nicht; größtes Manko der Elf von Trainer Avdi Quaka ist der Torabschluss, wovon die bislang gerade einmal drei erzielten Treffer künden. Gegen die momentanen Spitzenteams kassierten die Rüblinghausener zudem noch deftige Niederlagen.

Was den KSC angeht, so gibt dessen Trainer Kosta Michailidis vor: „Wir müssen uns gleich von Beginn an in Ruhe Torchancen erarbeiten, um nicht wieder am Ende mit einem dummen Unentschieden dazustehen! Kämpferisch und läuferisch haben wir uns diese Fähigkeit im Training erarbeitet“, ist sich der Coach sicher, der beim Liga-Neuling drei Punkte einfordert. Positiv: Mit den am vergangenen Sonntag kurzfristig ausgefallenen Timo Eick und Romario Lumani stehen zwei Offensivspieler wieder im Kader und stellen zusätzliche Alternativen für die Blau-Roten vom Felderhof dar. Im Kreis Olpe, wo Zusammenhalt und Kollektivgedanke Trumpf sind, dürfte es der fast komplette Kader des Kiersper SC aber sicherlich nicht allzu leicht haben, sich die gewünschten Torgelegenheiten auf spielerische Weise zu erarbeiten.

KSC: Feist, Noll – Aslanidis, N. Batgün, R. Batgün, L. Becker, Inchingoli (?), Wolf, D. Carbotta (?), F. Demiray, Eick, Güzel, Hoffmann, Mumcu, Muti, Plachta, Solla, Intravaia, Lumani, Rempel

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