RWL will gegen Rothemühle den Bock umstoßen

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Nach zuletzt sechs sieglosen Spielen wollen (von links) Matthias Urbas und Redouane El Alami mit RW Lüdenscheid heute Abend im Nachholspiel gegen den SV Rothemühle eine Trendwende einleiten.

Die Zahlen sind ernüchternd: Sechs Spiele in Folge hat RW Lüdenscheid zuletzt nicht gewonnen, holte in diesem Zeitraum bei einer Tordifferenz von 8:17 lediglich einen Punkt (1:1 beim Kiersper SC).

Es wird also Zeit, eine Trendwende einzuleiten, am besten schon heute Abend im Nachholspiel gegen den SV Rothemühle (20.15 Uhr, Nattenberg-Nebenplatz).  „Wir haben in erster Linie ein Ergebnisproblem, das ist nicht wegzudiskutieren. Ebenso wenig, wie in der Hinrunde alles gut war, ist jetzt aber alles schlecht“, wehrt sich Trainer Marco Sadowski vehement dagegen, dass rund um den Nattenberg eine Krisenstimmung ausgebrochen ist. „Die Trainingsbeteiligung und Intensität ist weiter gut, natürlich hinterlässt so ein Negativlauf aber mental seine Spuren“, will er gar nicht verhehlen, dass eine gewisse Unsicherheit und Unzufriedenheit um sich gegriffen haben.

„Es ist keine Entschuldigung, aber ein Erklärungsansatz: Über große Teile der Hinrunde hatte ich personell kaum Probleme, seit Dezember aber musste ich Woche für Woche die Startelf ändern. Zum Teil haben, wie auch am Sonntag gegen Meinerzhagen, Akteure angeschlagen gespielt, dazu ziehen sich in diesem Jahr individuelle Fehler wie ein roter Faden durch unsere Partien, die vom Gegner in der Regel resolut genutzt worden sind.“ Diese Fehler zu minimieren, ist heute erste Pflicht, „denn“, so Sadowski, „wir wollen den Bock so schnell wie möglich umstoßen.“ Fast unglaublich, aber wahr: Trotz des Negativlaufs würden die Rot-Weißen im Siegfall wieder auf Rang zwei vorstoßen.

Rothemühle keine Laufkundschaft

Dass dies nicht einfach wird, ist dem Trainer klar – und so gibt er sich bescheiden: „In unserer Situation muss man vielleicht auch mit einem Punkt mal zufrieden sein.“ Denn Gegner SV Rothemühle ist alles andere als Laufkundschaft, brachte RWL schon im Hinspiel eine schmerzliche 1:4-Niederlage bei. Auf der anderen Seite erlebte auch der Tabellensechste aus dem Kreis Olpe um Liga-Toptorjäger Moritz Schweitzer (23 Treffer) am vergangenen Sonntag sein blaues Wunder: Im Derby gegen den SV Ottfingen setzte es nach 3:1-Führung noch eine schmerzliche 3:4-Heimniederlage – es treffen heute also zwei angeknockte Kontrahenten aufeinander. Klar ist, dass Sadowski seine Startformation einmal mehr verändern muss, denn Adams zog sich gegen den RSV eine Muskelverletzung zu. Dazu rückt Minacapilli wieder ins zweite Glied (Sadowski: „Er hat am Sonntag in einer Notsituation ausgeholfen“), während Maatalla wieder zum Kader stößt. Bezüglich weiterer personeller oder taktischer Änderungen hält sich der Coach bedeckt, misst diesen Dingen aber ohnehin nicht die größte Bedeutung bei: „Es wird keine Sache der Aufstellung, sondern der Einstellung.“

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