RWL erwartet Hellas zum Derby am Nattenberg

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Soll beim zweiten Einsatz die Hellas-Offensive im Derby bei RWL beleben: Rückkehrer Astrit Morina (links).

LÜDENSCHEID -    Stadtfest und Stadtderby – zwei Dinge, die unter den Bergstadt-Fußballern eigentlich gar nicht zusammenpassen. Denn auch die Kicker genießen gern die lange Nacht am Rathausplatz.

Aber da der SV Hellas Aktive und Funktionäre als Helfer benötigt und unter der Woche zu viele Schichtarbeiter hätte entbehren müssen bleibt’s dabei: RWL gegen Hellas steigt am Sonntag ab 15 Uhr am Nattenberg.

Mit den Rot-Weißen auf dem Papier als klaren Favoriten, denn die Krumbholz-Elf gewann zuletzt zwei schwere Spiele mit überzeugenden Leistungen, der SV Hellas geht nach drei Niederlagen körperlich „noch am Rollator“. Eine klare Sache also? „Mitnichten“, behaupten die Protagonisten im Wissen auf die heiß umkämpften Derbys der Vergangenheit. 1:1 hieß es in der vorletzten Spielzeit, in der Vorsaison aber gewann Hellas beide Stadtvergleiche und sicherte sich damit wichtige Zähler im Kampf um den Ligaverbleib.

„Wir wollen den ersten Sieg und unsere Erfolgsserie gegen Rot-Weiß ausbauen“, sagt deshalb Hellas-Präsident Filippos Parlakoglou im Brustton der Überzeugung. „Natürlich können wir unsere körperlichen Defizite nur Stück für Stück abbauen und brauchen Zeit, bis wir da sind, wo wir hinwollen. Aber gegen Rot-Weiß, da wirken bei den Spielern ganz andere Kräfte als sonst aus dem Kopf heraus, da werden alle laufen bis zum Umfallen“, gibt er dem Team um Spielertrainer Baris Moumin, der zumindest vorläufig die Nachfolge des zurückgetretenen „Jorgo“ Tsitiriids angetreten hat, eine Menge Vorschlusslorbeeren mit zum Nattenberg.

Dort freilich ist Rot-Weiß-Coach Robert Krumbholz ganz gelassen: „Die im Vorjahr dabei waren, sind besonders heiß auf die Revanche, aber das Derby gegen Hellas, da sind auch alle Neuzugänge hungrig drauf und wollen unbedingt den Dreier“, ist der Trainer der Gastgeber zuversichtlich. Zumal er personell fast aus dem Vollen schöpfen kann: Routinier Lars Scheerer steht nach überstandener Muskelverletzung ebenso wieder zur Verfügung wie Youngster Niklas Friemann, der im Derby sein Abschiedsspiel (Umzug) bestreiten will. Auch Gürkan Besirlioglou, Hatem Jindou und Dennis Graupner sind wieder an Bord. Hellas kann wieder auf Piero Rizzi (verletzt) und Petrit Morina (Gelb-Rot-Sperre) zurückgreifen.

RWL: Brackmann, Reich – Akhabach, Sattler, Katsaros, Polo, Tatay, Besirlioglou, Scheerer, Friemann, Sommer, Carbotta, Albrecht, Schönrath, Urbas Cilingir, Jindou, Erol, Öztürk (?)

SV Hellas: Meyer, P. Martyniok – Papatzalakis, Kordelidis, Liakopoulos, Inchingoli, B. Moumin, Helshani, Kafetzis, Krasniq, Rizzi, A. Morina, P. Morina, Moschopoulos, MInacapilli, Geladaris (?), Notaras (?)

von Jörg Hellwig

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