TS Evingsen klarer Außenseiter gegen den Letmather TV

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Umringt von Gegnern: Dieses Szenario aus dem Heimspiel gegen Emst droht den Evingsern auch gegen den klar favorisierten Spitzenreiter aus Letmathe.

Evingsen -  Wenn die TS Evingsen in der Handball-Bezirksliga am Samstag (19.30 Uhr, Sauerlandhalle) den Letmather TV empfängt, dann ist das für TSE-Trainer Boris Heinemann auch eine Begegnung mit der eigenen sportlichen Vergangenheit. „Das ist schon etwas Besonderes. Ich bin in dem Verein groß geworden“, betont Heinemann, dessen Vater jahrelang die erste Mannschaft der Iserlohner trainiert hat.

„Vor dem Hintergrund ist es schlecht, dass wir gerade so am Stock gehen und Letmathe einen Höhenflug hat“, bringt Heinemann die ungleichen Voraussetzung der morgigen Kontrahenten auf den Punkt.

Denn während der LTV das Bezirksliga-Tableau nach sieben Partien anführt und mit 134 Gegentreffern den in diesem Bereich besten Wert der Liga aufweist, erlitt die Turnerschaft zuletzt zwei Schlappen in Serie mit insgesamt 68 Gegentoren – 33 vor Wochenfrist beim TV Lössel, gar 35 gegen Emst. Eine alarmierende Quote, die Heinemann allerdings mitnichten auf Fehlleistungen in der Abwehr zurückführt. Vielmehr geißelt der Trainer die „katastrophale Angriffsleistung“ seiner Schützlinge, kritisiert, „dass wir zu viele einfache Tore im Gegenstoß bekommen haben.“

Personell bleiben die Aussichten für Heinemann nicht gerade rosig. Neben den langzeitverletzten Marius Dragila, Dominik Maier und Micha Brüggendieck droht Torwart Lennard Prinz auszufallen. Auch hinter dem Einsatz von Marian Buczek, der in den vergangenen anderthalb Wochen nicht trainieren konnte, steht ein Fragezeichen. Hinzu kommen die beruflich bedingten Absagen von Christian Lohmann und Peter Spelsberg.

„Wie wir also am Samstag Handball spielen werden, weiß ich auch noch nicht“, sieht Heinemann einmal mehr sein taktisches und personelles Improvisationstalent gefragt. „Vielleicht überlege ich mir irgendwas Wildes, eine außergewöhnliche Deckungsformation“, gibt der TSE-Coach Einblick in seine notgedrungen vagen Überlegungen.

Ein ergebnistechnisches Ziel für das samstägliche Duell auszurufen, hält er für „Quatsch“, gibt stattdessen die Devise aus: „Mir reicht es schon, wenn sich Letmathe jedes Tor hart erarbeiten muss.“

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