Distanzreiten

Bernhard Dornsiepen bei der Weltmeisterschaft vor einem Kaltstart

Jubelnder Distanzreiter aus Balve
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Bernhard Dornsiepen freut sich auf die WM.

Am Wochenende finden in Italien die Weltmeisterschaften im Distanzreiten statt. Zum deutschen Team gehört auch Bernhard Dornsiepen aus Eisborn. Für ihn ist es der erste Wettkampf seit Oktober.

Balve – Es ist eine Art Kaltstart, und das vor der größten Herausforderung, die der Sport zu bieten hat: Der letzte Wettkampf liegt für den Eisborner Distanzreiter Bernhard Dornsiepen und seinen 13-jährigen Wallach Bekele el Djem mehr als ein halbes Jahr zurück. Im Oktober 2020 war das Erfolgsduo zuletzt gefordert, danach ging pandemie-bedingt nichts mehr – und nun wartet direkt die Weltmeisterschaft im italienischen Pisa San Rossore.

Am Sonntag starteten Dornsiepen und sein Wallach gen Süden, wo am 21. und 22. Mai die Weltmeisterschaften stattfinden werden. Das deutsche Team ist fast dasselbe, das 2019 bei den Europameisterschaften in Euston Park/Großbritannien Bronze im Teamwettbewerb gewann.

Neben dem Pferdewirt und Hufschmied aus Balve werden Ursula Klingbeil mit ihrem Pferd Aid du Florival sowie Merle Röhm mit ihrem Pferd Dydin dabei sein. Beide stammen aus dem bayrischen Ort Buch. Aid du Florival und Dydin waren ebenso wie Bekele de Djem auch in Euston Park am Start – allerdings hatte Ursula Klingbeil ihre 14-jährige Stute seinerzeit aufgrund einer Verletzung ihrer Schwiegertochter Jule Klingbeil zur Verfügung gestellt – und die hatte ihre Aufgabe meisterlich gelöst.

Bernhard Dornsiepen bei der Weltmeisterschaft vor einem Kaltstart

„Natürlich gibt es aufgrund der Corona-Pandemie viele Dinge, die wir beachten müssen, das Begleitpersonal ist stark verringert, und es gibt praktisch jeden Tag neue Nachrichten, welche Art von Test die Reiter brauchen“, erklärte Nico Hörmann, Disziplin-Koordinator Distanzreiten der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), auf der Internetseite des Verbandes.

Die Vorfreude auf den Wettbewerb nimmt dies bei Bernhard Dornsiepen aber mitnichten. Für den 53-Jährigen ist es das neunte internationale Championat seit 1990. Bei der EM 2019 holte Dornsiepen seine erste Championatsmedaille. Im selben Jahr war er mit seinem anderen Pferd Rio auch Deutscher Einzelmeister geworden. Mit Bekele hat er in der vergangenen Woche noch ein wenig Galopptraining absolviert. Das Pferd sei in Topform, das Training habe sich richtig angefühlt, stellte Dornsiepen danach fest.

Und so dominieren auch beim Balver eine Mischung aus Lampenfieber und Zuversicht vor dem Wettkampf-Comeback nach gut sieben Monaten. Und auch die Vorfreude auf eine besondere Landschaft, denn die wartet auf Pferd und Reiter. Der Naturpark San Rossore Migliarino Massaciuccoli liegt in der Toskana und erstreckt sich über 24 000 Hektar entlang der Küste zwischen den Städten Viareggio, Pisa und Livorno. Trotz seiner urbanen Lage bei Pisa hat der Naturpark San Rossore Migliarino Massaciuccoli seine biologische Diversität bewahrt und stellt bis heute einen von wenigen unbebauten Küstenstreifen entlang der italienischen Region Toskana dar.

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