Handball, Landesliga

HSG und Schürfeld trennen sich

+
Axel Schürfeld räumt sichtlich enttäuscht den Platz als Chefcoach auf der HSG-Bank, mit ihm scheiden auch seine Co-Trainer Michael Mühlbauer und Daniel Adam als sportliche Verantwortliche des HSG-Landesligateams aus.

Lüdenscheid – Die neunte Niederlage, verbunden mit 0:18 Punkten, war dann doch zuviel: Die „Ära Schürfeld“ ist beim Handball-Landesligisten HSG Lüdenscheid seit Sonntagabend zumindest vorerst Geschichte. Die Sportlichen Leiter Felix Kroll und Matthias Skutta und der Chefcoach kamen im langen Gespräch zur Übereinkunft, dass die Mannschaft im Kampf um den Ligaverbleib neue Impulse benötigt, will sie nach dem Sturz auf den letzten Tabellenplatz den kleinen Strohhalm auf dem Weg in eine weitere Landesligazukunft noch ergreifen.

„Das war für uns ein ganz bitterer Moment“, räumt Felix Kroll, vom Co-Trainer in die Rolle eines der sportlichen Leiter geschlüpft, „schließlich ist Aki ein echter Handballfreund und ein HSGer durch und durch. Wir hatten nach dem personellen Aderlass zum Ende der vergangenen Saison die Hoffnung, dass gerade Aki mit seiner jahrelangen Abstiegskampferfahrung mit der zweiten Mannschaft auch diese problematische Aufgabe würde lösen können. Nachdem wir nach dem Volmetal-Heimspiel zusammengesessen haben, hatten wir den Eindruck, dass sich der Knoten trotz der Niederlagen gegen Olpe und Voerde noch lösen lässt, doch am Samstag ist das auch in Sachen Einstellung wohl wieder ein Rückschritt gewesen, da muss einfach etwas passieren.“

Kroll und Skutta auf Trainersuche

Im ersten von „drei Endspielen“ noch vor Weihnachten waren die Bergstädter phasenweise mit gleich zwölf Treffern in Rückstand geraten, blieben beim Aufsteiger beim 29:36 letztlich einmal mehr chancenlos. Letztlich Auslöser für den jetzt erfolgten Schritt. „Ich hatte nach den vorangegangenen Spielen gehofft, dass die Mannschaft mit mir noch die Kurve kriegt. In Sachen Moral und Einstellung hat sich meiner Meinung nach auch gesteigert, aber es haben sich immer neue Baustellen aufgetan. Zuletzt, dass es mit David Wizy und der HSG nicht hingehauen hat und dann noch der langfristige Ausfall von Julius Hahn. Das lässt sich nicht ohne weiteres kompensieren.

Ich sehe die Schuld für die Leistungen sicher nicht hauptsächlich bei mir. Aber ich denke, dass neue Impulse von außen der der Mannschaft vielleicht weiterhelfen können. Wir scheiden nicht als Feinde, ich drücke der HSG fest die Daumen“, macht Axel Schürfeld aus seinem Herzen keine Mördergrube. Kroll und Skutta sind seit Sonntagabend nun auf der Suche nach einem neuen Coach und hoffen, diesen vielleicht schon in der kommenden Woche präsentieren zu können. Sicher ist: Es soll ein externer Trainer her ohne HSG-Stallgeruch. Zweifellos kein einfaches Unterfangen. Zunächst einmal übernehmen die beiden sportlichen Leiter in der BGL-Halle das Training und werden die Mannschaft auch im zweiten „Endspiel“ gegen Eintracht Hagen III betreuen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare