Handball

HSG mit Visionen und Zielen

+
Hat klare Vorstellungen von der sportlichen Zukunft der HSG Lüdenscheid: Neu-Trainer Friedhelm Ziel.

Lüdenscheid - Vor gut einer Woche hat die aktive Zusammenarbeit zwischen Neu-Trainer Friedhelm Ziel und dem Handball-Landesligisten HSG Lüdenscheid begonnen. Eine Zusammenarbeit, die auf Wunsch aller Beteiligten die Attraktivität und Qualität der Spiele steigern und mittelfristig dann auch in der Ligaspitze münden soll.

„Handball-Professor“ Ziel hat die Aufgabe in der Bergstadt gewohnt akribisch in Angriff genommen, gemeinsam mit den Verantwortlichen Visionen entwickelt, Ziele definiert und seine Strategiekonzepte vorgestellt. Die Visionen sehen mittelfristig die Entwicklung hin zur echten Spitzenmannschaft vor, die um den Aufstieg spielen kann. Ziele macht die HSG an einer ruhigen Saison 18/19 im oberen Drittel fest und außerdem plant Ziel die Verbesserung der Rahmenbedingungen.

„Wir müssen attraktiveren Handball spielen, mit noch mehr Tempo und entsprechendem Risiko. Wir müssen uns was trauen, auch auf die Gefahr hin, das öfters ein Ball in den Wicken landet“, sagt der Trainer. „Mit ist aufgefallen, dass die HSG bisher zwar einen sehr guten Gegenstoß gespielt hat, aber nicht alle sechs Feldspieler das Tempo gegangen sind. Da wollen wir aber hinkommen“, hat sich Ziel für den Angriff möglichst viele „leichte“ Tore auf die Fahne geschrieben. Unbedingte Voraussetzung dafür: „Wir müssen zu den drei konditionsstärksten Teams der Liga gehören“, kündigt er knochenharte Arbeit an.

Auch in Sachen Abwehrarbeit will der Coach zulegen. Die HSG soll defensiv weiter zu den besten der Liga gehören, aber vielseitiger werden: „Wir brauchen taktische Lösungen gegen jede Spielsituation“, fordert der Coach. Im aufgebauten Angriff hofft er auf eine Entlastung der Rückraum-„Kanoniere“ Phil Lausen und Niclas Beckmann etwa durch den Rekonvaleszenten Maurice Duda. „Aber Maurice macht derzeit noch nicht mit, weil sein Fuß beim Joggen noch anschwillt, er bleibt bis Anfang August auf ärztliches Anraten noch außen vor“, gibt’s einen leichten personellen Dämpfer.

Immerhin: Mit Spielmacher Julius Hahn von der Verbandsliga-Reserve des großen Nachbarn SGSH und Rick_Behnke-Schoos (SGSH III) kann Ziel zwei externe Neuzugänge begrüßen. Hinzu kommen aus der eigenen Reserve Linkshänder Basti Mühlbauer und Linksaußen Ben Schmidt und eben das Fragezeichen um Duda. Immerhin sollten die Abgänge von Florian Füller (Laufbahn-ende), Felix Kroll (nur noch Co-Trainer) und Marc Kedzierski (bereits während der letzten Saison) damit kompensiert werden können.

Ob sich alle Vorgaben umsetzen lassen, hängt letztlich von verschiedenen Faktoren ab. Fallen Leistungsträger wie Torjäger Phil Lausen länger aus, kann der HSG-Motor Zündaussetzer bekommen. Die Trainingsbeteiligung ist ein weiterer Punkt, der Ziel Sorgen macht. „Wir haben mit der zweiten Mannschaft abgesprochen, dass Ausfälle bei den Trainingseinheiten durch sie kompensiert werden“, steht die Arbeit mit gut bestücktem Aufgebot für Ziel bei den Rahmenbedingungen an erster Stelle.

Dennoch räumt er ein: „Wir sind keine Profimannschaft“ und kündigt für die Saison einen wochenweisen Wechsel zwischen zwei und drei Trainingseinheiten statt ständiger drei Einheiten an. Was ihn für die neue Spielzeit zuversichtlich stimmt, ist der ausgeprägte Teamgeist der Akteure: „Ich habe hier eine vollkommen intakte Mannschaft übernommen“, sieht er ein gewichtiges Faustpfand für die Zukunft.

Das Aufgebot:  Marcel Kämmerer, Luan Ferizi – Calvin Broscheit, Hassan Ahmad, John Lenz, Niclas Beckmann, Lukas Weichelt, Marcel Fenner, Phil Lausen, Mario Hurlbrink, Alex Nitsch, Maurice Duda, Sebastian Bölling (stand-by), Julius Hahn (SGSH II), Rick Behnke-Schoos (SGSH III), Sebastian Mühlbauer, Ben Schmidt (beide zweite Mannschaft)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare