Florian Kalb selbstkritisch: „Rennen einfach grausam“

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Da sah es noch gut aus: Bis 200 Meter vor dem Ziel führte Florian Kalb das Feld im dritten Vorlauf an.

Lüdenscheid - Mit einer großen Enttäuschung endete für Mittelstreckler Florian Kalb von der LG Lüdenscheid am Samstag die Teilnahme bei den Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in Neubrandenburg. Als Sechster und damit Vorletzter seines Vorlaufs schied der 19-Jährige über 800 Meter in der U20-Klasse mit für ihn indiskutablen 1:58,68 Minuten aus.

Von Marc Kusche

Zum Vergleich: Seine Bestzeit im Freien ist mit 1:53,75 Minuten fast fünf Sekunden schneller.

„Das ist einfach nur ärgerlich. Schon eine Zeit von 1:55,72 Minuten hätte für den Endlauf gereicht. Mein Rennen war einfach nur grausam mit der gefühlt schlechtesten Zeit seit drei Jahren“, übte Kalb harsche Eigenkritik.

Schon die erste der vier Runden im Jahnsportforum verlief alles andere als erhofft. Keiner der sechs Konkurrenten wollte Tempo machen, sodass der Lüdenscheider selbst die Initiative ergriff, dabei lange Wege über die äußeren Bahnen in Kauf nehmen musste. Über dann aber gute Zwischenzeiten (200 m in 26,60 sek., 400 m in 56,60 sek.) blieb er bis zur 600 m-Marke (1:26,50) in Führung, ehe ihn fast das gesamte Verfolgerfeld überholte. „Was da an Ellenbogen-Einsatz dabei war, war schon nicht mehr feierlich. Es ist aber üblich bei solchen Rennen, ich war einfach zu brav und habe mich zu wenig gewehrt“, ärgerte sich Kalb, der seinen Rhythmus völlig verlor und in der Schlussrunde nicht nur körperlich wegbrach, sondern auch vom Kopf her resignierte.

In der Gesamtwertung der insgesamt 27 Starter wurde er letztlich 22., der Titel ging tags darauf an den Favoriten Marc Reuther (Wiesbadener LV), der in starken 1:51,81 Minuten vor Philip Lonmon (LC Rehlingen/1:52,54) und Marvin Heinrich (Neuköllner SF/1:53,16) triumphierte.

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