Wichtige Bonuszähler für die Köster-Sieben

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Zuerst kurz gedeckt, später gewohnt einsatzfreudige Spielmacherin und Vollstreckerin: Birte Hofmann.

LÜDENSCHEID - Frauenhandball-Landesligist HSG Lüdenscheid sicherte sich mit dem 26:22 (12:12) über den Tabellenzweiten HSG Hohenlimburg nicht nur zwei Zähler im Kampf um den Ligaverbleib, sondern raubten Ex-Trainer Sascha Schmoll auch die letzte Aufstiegschance.

Natürlich, der Gast hatte auf Starspielerin Nathalie Funke-Kamann verzichten müssen, zudem blieb die im Hinspiel überragende Klenke (nach 45 Minuten verletzt ausgeschieden) nur ein Schatten ihrer selbst. Aber der Sieg der Bergstädterinnen war in erster Linie Erfolg von Willensstärke und Bereitschaft, in der tadellosen 6:0-Deckung der Nebenfrau in jeder schwierigen Situation zur Seite zu springen. Schmoll probierte es von Beginn an mit Manndeckung gegen Birte Hofmann, verwarf diese nach dem gelungenen Spieleinstieg der Lüdenscheiderinnen zum 7:5 (13.) aber wieder. Dank erfolgreicher Abschlüsse durch Tempospiel und mitunter schmerzhaften Aktionen auf die Hohenlimburger Nahtstellen, ließen sich Hofmann und Co. Auch nicht von der 0:4-Serie zum 7:9 (19.) durch die bärenstarke Hillebrecht beeindrucken, sondern hielten bis zur Pause (12:12) wieder auf Kurs.

Und nach Wiederbeginn waren es Angriffs-Galaauftritte in Verbindung mit einer nochmals gesteigerten Abwehrleistung, die den Weg freimachten zu den Bonuspunkten: Drei Treffer Franziska Lukowskis zum 16:12 (37.) bedeuteten die Vorentscheidung. Erst nach zwölf Minuten gelang Hohenlimburg gegen Lüdenscheids „Mauer“ das erste Feldtor, die HSG blieb um drei bis vier Tore vorn. Auch weil dann Linkshänderin Nora Beckmann unorthodox aus dem Rückraum oder energisch per Tempo traf, zudem in der Schlussphase durch eine kurze Deckung Hillebrecht gekonnt an die Kurze Leine nahm. Was Gästecoach Schmoll auch versuchte (Hoffmann oder dann offene Deckung), Widerpart Köster hatte die Antwort.   Jörg Hellwig

Lüd.: Graf (1.-30.), Steinacker (ab 31.) – Eicker (3/2), K. Kaiser, Dalchow (1), Klinker, Hofmann (4/1), F. Kaiser, Röhricht, Steinbrück (1), von Oepen (3), Beckmann (5), Lukowski (6/2), M. Wortmann (2)

Hoh.: Schaffrin (1.-30.), Ellermann (ab 31.) – Druskus (1), Geitebrügge, Geier (2), Hillebrecht (10), L  Funke (5/1), Klenke (1/1), Schmacke, Hinz (1/1), A Funke (1), Spelsberg (1)

Schiedsrichter: Haßler/Münker (Kreuztal)

Zeitstrafen: HSG L 7, HSG H 2

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