Aktion nach Flutkatastrophe

Benefizturnier bringt 3333 Euro für die Flutopfer

Kurz nach Turnierende wurde erste Bilanz gezogen: 3333 Euro kamen für die Flutopfer zusammen.
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Kurz nach Turnierende wurde erste Bilanz gezogen: 3333 Euro kamen für die Flutopfer zusammen. Kerstin Arendt als Vertreterin vom Edeka-Markt Enste, der Würstchen und Getränke für das Turnier spendete, präsentierte den XXL-Spendenscheck. An ihrer Seite die Vereinsvertreter (von links) Hakan Kabadayi (TSKV), Maik Grotensohn (FC 69), Lars Nielsen (VfB), Matthias Langer (SpVgg) und Christian Bertz (VfR Lasbeck).

Ohne Punktverlust und ohne Gegentreffer hat A-Kreisligist SpVgg Nachrodt das Benefizturnier im Reineckestadion gewonnen. Als Gewinner durften sich aber alle Akteure fühlen, die am Samstag für die Betroffenen der Starkregen- und Hochwasser-Katastrophe die Fußballschuhe schnürten.

VfB Altena, FC Altena 69, TSKV Altena, VfR Lasbeck-Stenglingsen und eben die Sportvereinigung lockten auf den Tag verteilt mehr als 200 Zuschauer ins Stadion, die neben fünf Euro Eintritt auch für Umsatz an den Getränke- und Speisenständen sorgten. So kamen letztlich auch dank zusätzlicher Spenden 3333 Euro zusammen, die auf das Spendenkonto der Stadt Altena fließen werden.

Heute stehen viele Spieler auf dem Platz, die nach dem Hochwasser in Altena tagelang Steine geschleppt und bei den Aufräumarbeiten richtig mit angepackt haben.

Uwe Kober, Bürgermeister Altena


Unter den Zuschauern – die Organisatoren hatten im Vorfeld auf mehr Interesse gehofft – weilte zur Turniermitte auch Altenas Bürgermeister Uwe Kober, der sich begeistert zeigte vom Engagement der Fußballer. „Heute stehen viele Spieler auf dem Platz, die nach dem Hochwasser in Altena tagelang Steine geschleppt und bei den Aufräumarbeiten richtig mit angepackt haben“, sagte Kober, für den es „selbstverständlich“ gewesen sei, beim Benefizturnier vorbeizuschauen. Am Rande der Bande führte das Stadtoberhaupt einige Gespräche mit Besuchern und Kickern, die überaus fair miteinander umgingen. Das Prestige, es spielte ausnahmsweise mal keine Rolle.

Auf den Kunsthalmen boten die fünf Mannschaften den Zuschauern, die an den Eingängen nachweisen mussten, dass sie geimpft, genesen oder negativ getestet sind, über rund fünf Stunden durchaus Unterhaltsames – und zwar von Beginn an. Zum Auftakt ließen B-Ligist TSKV Altena und C-Ligist FC Altena 69 während der auf 25 Minuten verkürzten Spielzeit die eine oder andere Möglichkeit ungenutzt, sodass gleich das erste Spiel des Tages vom Elfmeterpunkt (drei Schützen pro Team) entschieden werden musste.

Der TSKV setzte sich in der Lotterie vom Punkt mit 3:2 durch, die Dahler nahmen die Niederlage aber überaus gelassen. Das galt auch in zwei weiteren Partien des FC 69. Sowohl im Derby gegen den VfB als auch im Vergleich gegen den VfR Lasbeck-Stenglingsen musste die Mannschaft von Spielertrainer Mirco Glörfeld, der seit der Jahreshauptversammlung am Freitagabend zusammen mit Maik Grotensohn und Sven Beimborn den neuen dreiköpfigen Führungsrat des FC bildet, nach torlosen 25 Minuten ins Elfmeterschießen. Wie gegen den TSKV zogen die 69er auch in den beiden anderen „Lotterien“ den Kürzeren.

Im ersten Turnierspiel des VfB, bei dem unter anderem Trainer Christian Weiß und Sportchef Sandro Collura mitwirkten, rückte Neuzugang Damiano Intravaia in den Mittelpunkt. Der erfahrene Torjäger netzte gegen Lasbeck in der ersten Spielminute mit seinem allerersten Ballkontakt im VfB-Dress zur Führung ein und erzielte auch die Tore zwei und drei. Ein lupenreiner Hattrick binnen 17 Minuten für seinen neuen Klub – dafür gab es den einen oder anderen Schulterklopfer und natürlich von den Teamkollegen die unmissverständliche Forderung nach einer „Kiste“. Rudewig stellte auf 4:0, Lasbeck traf kurz vor Schluss zum 4:1-Endstand.

Im Vergleich mit dem TSKV war es dann ausgerechnet Alija Gojkic, der den A-Ligisten gegen sein ehemaliges Team in Führung schoss. Mit Urbas und Schneider trafen zwei weitere Neuzugänge für die Blau-Weißen, die sich bei einem Gegentreffer durch Diallo mit 3:1 gegen den Platznachbar behaupteten und in ihren nachfolgenden zwei Partien dann – wie angekündigt – vermehrt Akteure aus der 2. Mannschaft einsetzen. Dem 2:0-Sieg nach Elfmeterschießen gegen den FC 69 folgte für den VfB eine 0:3-Niederlage gegen die SpVgg Nachrodt, die mit ihrer jungen Mannschaft im gesamten Turnierverlauf ohne Gegentreffer blieb. Henriques, Sedlaczek und Fanieng trafen für die Sportvereinigung gegen den VfB. Sedlaczek (2), Drabek und Fanieng hatten für die Nachrodter zuvor einen 4:0-Sieg gegen den FC 69 herausgeschossen. Beim späteren 3:0-Derbyerfolg der SpVgg gegen Lasbeck traf neben Sedlaczek und Fanieng auch Youngster Schmitz, beim abschließenden 3:0 der Grün-Schwarzen gegen den TSKV reihten sich Klapper, Langer und Henriques in die Torschützenliste ein.

Weil für die Flutopfer gekickt wurde und nicht für die Mannschaftskasse, gab es für den Turniersieger kein Preisgeld, sondern nach einem langen Tag verdientermaßen eine kalte Kiste Bier. – Alle Ergebnisse:

FC Altena 69 – TSKV Altena 2:3 n.E.
VfB Altena – VfR Lasbeck 4:1
SpVgg Nachrodt – FC Altena 69 4:0
TSKV Altena – VfB Altena 1:3
VfR Lasbeck – SpVgg Nachrodt 0:3
FC Altena 69 – VfB Altena 0:2 n.E.
TSKV Altena – VfR Lasbeck 3:2
SpVgg Nachrodt – VfB Altena 3:0
FC Altena 69 – VfR Lasbeck 1:3 n.E.
TSKV Altena – SpVgg Nachrodt 0:3

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