FSV belohnt sich für hohen Aufwand

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Falk Fischer – hier gegen Langscheids 1:0-Torschützen Mike Davids – markierte für die FSV Werdohl das zwischenzeitliche 2:1, als er sich nach Zuspiel des besonders auffälligen Semir Tuz prima gegen zwei Gegenspieler durchsetzen konnte.

LANGSCHEID - Das war weitaus mehr als nur willkommene Wettkampfpraxis für jene Kicker, die beim Ligastart gegen Siegen II (0:1) nicht oder nur kurz zum Zug gekommen waren! Fußball-Landesligist FSV Werdohl hat sich beim klassenhöheren Westfalenligisten SuS Langscheid/Enkhausen sehr teuer verkauft. Nach 90 unterhaltsamen Testspiel-Minuten im Sportpark hieß es 2:2 (0:1), wobei die Gäste den 0:1-Rückstand zwischenzeitlich gedreht hatten.

Ansprechend war die Leistung der Minker-Elf vor allem deshalb, weil sie einen hohen läuferischen Aufwand betrieb und in der Lage war, sich in den zweiten 45 Minuten dafür zu belohnen. „Wir hatten ja auch schon in der ersten Halbzeit viele Ballgewinne und gefühlte 65 Prozent Ballbesitz, aber noch zu viele Unkonzentriertheiten. Dass wir so zurückkommen mit dieser Dynamik und unglaublichen Laufintensität, das war schon stark“, freute sich FSV-Coach Carsten Minker mit seinem „Co“ Benjamin Moch zurecht.

Aber natürlich wissen die beiden auch, dass es vor allem am Sonntag wieder zählt, wenn es in der Meisterschaft zur SpVg Olpe geht. Allerdings sollte die gestrige Partie den Werdohlern noch einmal eindrucksvoll vor Augen geführt haben, was im Kollektiv möglich ist. Denn nach dem Pausentee hatte Langscheid offensiv abgesehen vom 2:2-Ausgleich durch Tim Rademacher per Kopf nach einem Stellungsfehler des eingewechselten Innenverteidiger Florent Zejnullahu (84.) nichts zu bieten.

In den ersten 20 Minuten hatte das anders ausgesehen. Nach einem Fehlplass von Franz in Höhe der Mittellinie konnte Davids zum 1:0 vollstrecken (14.), Rademacher (17.) und Hoffmann (22./Pfostenschuss nach De Luca-Ballverlust) hätten erhöhen können. Mit zunehmender Spielzeit aber kam die FSV besser in ihren Rhythmus. Maus (23.) und Fischer (24.) versuchten es aus der Distanz, Semir Tuz tunnelte rotzfrech gleich zwei Langscheider und wurde von Rengshausen gelegt – Foulelfmeter. Den trat Tuz selbst, entschied sich aber für einen jenen Lupfer, die nur dann gut aussehen, wenn sie tatsächlich im Netz landen. Gestern konnte SuS-Keeper Potofski die Kugel mühelos auffangen (32.), der sehr fleißige Tuz hatte sich falsch entschieden und hatte auch bei einem Freistoß aus 17 Metern Pech (43.).

Einen Franz-Kopfball nach Tuz-Ecke kratzte Langscheid von der Linie (57.), Tuz zielte am langen Eck vorbei (71.), erkämpfte sich dann den Ball von Schaff und überlupfte Potofski aus 30 Metern zum 1:1 (79.). Nur zwei Minuten später bediente er Fischer, der sich prima behauptete und flach das 2:1 markierte. Tuz aus spitzem Winkel (83.) und Maus (87.) hatten die letzten FSV-Chancen, dazwischen lag das 2:2 durch Rademacher.

FSV: Felbick – Maus, Bierkoch, Langenberg (53. Zejnullahu), Neuke – Schröder – Franz, Fischer, Intravaia – Tuz, De Luca (58. El Alami)

Schiedsrichter: Latusek (Sundern)

Tore: 1:0 (14.) Davids, 1:1 (79.) Tuz, 1:2 (81.) Fischer, 2:2 (84.) Rademacher

Von Lars Becker

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