Reiten, Balve Optimum

„Viele Pferde, großer Sport“

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Maskottchen Balvi, Lokalmatadorin „Püppi“ Kruse, Amateur-Springreiter und Unternehmer Jens Hilbert, Turnierchefin Rosalie von Landsberg-Velen sowie Simone Blum, die amtierende Deutsche Meisterin im Springreiten, freuen sich auf viertägigen Spitzensport.

Balve - Ein Film über 70 Jahre Balve Optimum zeigte am Mittwoch in der VIP-Galerie am Springstadion ebenso die Höhepunkte aus der langen Geschichte des Traditionsturniers im Orletal wie eine Reihe alter Fotos. „70 Jahre Balve – das haben wir aufgenommen für das diesjährige Turnier“, sagte Turnierchefin Rosalie von Landsberg-Velen. „Zukunft braucht Herkunft“ lautet daher das Motto im Jubiläumsjahr des Reitsport-Spektakels, bei dem die Geschichte insbesondere im Rahmenprogramm vom 7. bis 10. Juni gelebt werden soll.

Die Herkunft, die Tradition des Turniers, sie spielt in Balve eine große Rolle. Der Turnierchefin ist der Stolz auf das Geleistete, auf das, was ihr 2012 verstorbener Vater Dieter Graf Landsberg-Velen 1948 ins Leben gerufen hatte und über die Jahrzehnte mit großem Herzblut aufbaute, deutlich anzumerken. Doch die Freifrau hat in diesen Tagen eben auch die nahe Zukunft dieses Klassikers vor Augen. Und diese Zukunft scheint rosig zu sein. „Wir werden hochkarätigen Spitzensport erleben“, sagte die Turnierchefin mit Blick auf die kommende Woche.

Im Mittelpunkt dieses gewachsenen Events im Schatten von Schloss Wocklum stehen freilich einmal mehr die Deutschen Meisterschaften im Dressur- und Springreiten. Sowohl im Viereck als auch im Parcours wird im Jahr der Weltreiterspiele zur Freude aller Beteiligten die nationale Reitsportelite in Balve die Pferde satteln ( ‘ Hauptsport). Zudem werden 15 Reiter aus dem Ausland erwartet. „Damit ist auch unser CSI gut besetzt. Und mit 460 Pferden sind wir mehr als ausgelastet“, betonte Rosalie von Landsberg-Velen, „viele Pferde, großer Sport“.

Großen Sport, den möchte auch Lokalmatadorin Elisabeth Kruse beim „Heimspiel“ liefern. „Für mich ist das hier etwas Außergewöhnliches“, betonte die Balverin, die bei den Deutschen Meisterschaften der Springreiterinnen am Start ist. „Püppi“ strich am Mittwoch „die besondere Nähe zum Publikum“ und die „außergewöhnliche Stimmung“ in Balve heraus. „Das Optimum ist ein Turnier von Freunden für Freunde“, so Kruse.

Den Worten der Lokalmatadorin schloss sich Springreiterin Simone Blum an. „Das Turnier in Balve ist für mich etwas Besonderes. Es ist ein besonderes Feeling, hier reiten zu können“, sagte die Münchnerin, für die das Optimum in den vergangenen Jahren ein großes Sprungbrett gewesen war. 2016 wurde sie im Orletal Deutsche Meisterin der Springreiterinnen, 2017 setzte sich die Amazone in der „Herren-Konkurrenz“, in der offenen Klasse durch. Das hatte vor ihr bis dato nur Meredith Michaels-Beerbaum, die in diesem Jahr ebenfalls an den Start gehen wird beim Optimum, geschafft.

„Ohne Balve würde ich nicht da stehen, wo ich gerade bin“, betonte die 29-Jährige, die den Männern im vergangenen Jahr mit Ausnahmepferd Alice also das Fürchten lehrte. Alice aber ist dieser Tage verletzt, wird in Balve nicht gehen können. Blum ist dennoch am Start, sattelt in der Damen-Konkurrenz ihr Zweitpferd. 2018 ist also das Triple möglich für die gebürtige Freisingerin. Dass sie cool und nervenstark genug ist, erneut auf dem Podium zu stehen, das hat sie in den vergangenen Jahren im Orletal eindrucksvoll bewiesen. „Nervenstärke ist hier auch wichtig“, sagte Simone Blum mit einem charmanten Lächeln.

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