LTV 61 behält Ruhe trotz Fehlstarts

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Blickte in Herscheid skeptisch drein: Fabian Dilks.

Lüdenscheid - Trennung vom neu verpflichteten Trainer Timo Flieger eineinhalb Wochen vor dem Saisonstart, ein sportlicher verkorkster Auftakt mit zwei Niederlagen – beim letztjährigen A-Liga-Vizemeister LTV 61 läuft es alles andere als rund. Marc Kusche sprach mit dem sportlichen Leiter Fabian Dilks.

Fabian, ganz lapidar: Was läuft schief am Honsel?

Dilks:  „Für mich sind es in erster Linie zwei Gründe. Auf dem Papier haben wir ein guten und großen Kader von 20 Leuten. Der ist durch Verletzungen, Urlauber und eine Sperre auf zwölf zusammengeschrumpft. Und wenn unter den Fehlenden auch noch Leistungsträger wie Özkan Muti, Michael Zakrzewski, Georgios Kordeliidis oder Ionannis Konstantinidis dabei sind, bekommen wir nicht nur zahlenmäßig, sondern auch qualitativ ein Problem. Dazu muss man ehrlich sagen, dass die Vorbereitung nicht gut war. Unser Spiel erfordert sehr viel Laufarbeit und wenn die Fitness nicht da ist, wird es schwierig. Von daher werden wir meiner Meinung nach erst in drei, vier Wochen körperlich auf dem gewünschten Niveau sein.

Reichen diese Gründe allein aus, um die Auftaktniederlagen zu erklären?

Dilks:  Nein, sicher nicht. Beim 1:2 gegen den SV Hellas hat der letzte Biss gefehlt. Das ist gerade in einem Derby traurig und eigentlich kaum nachzuvollziehen. Am Sonntag beim 0:3 in Herscheid kamen einige Dinge zusammen. Die Jungs haben die ersten 20 Minuten verschlafen, dazu waren die ersten beiden Gegentore aus meiner Sicht irregulär. Für eine Mannschaft, die nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzt, ist so etwas dann nur schwer wegzustecken. Die zweite Halbzeit war dennoch gar nicht mal so schlecht, auf jeden Fall unsere bisher beste in dieser Saison. Darauf kann man zumindest aufbauen. Lediglich die Chancenverwertung stimmte nicht, desweiteren – damit bin ich wieder mein Schiedsrichter – sind uns zwei für mich klare Elfmeter verwehrt worden.

Inwieweit steht auch Trainer Mirco Glörfeld schon in der Kritik?

Dilks:  Für mich überhaupt nicht, er steht bis dato außer jeglicher Kritik und Diskussion. Er hat mein absolutes Vertrauen, zumal seine Arbeit in der Vorsaison mit der Vizemeisterschaft ja auch sehr erfolgreich war. Die Bewertung würde sicher anders ausfallen, wenn die Niederlagen nach einer Topvorbereitung und in Bestbesetzung zu Stande gekommen wären. Klar ist aber auch, dass jetzt schnell Ergebnisse kommen müssen, schließlich haben wir den Anspruch, im ersten Tabellendrittel mitzumischen. Von daher stehen Trainer und Mannschaft am Sonntag komplett unter Druck, im Heimspiel gegen den TuS Neuenrade zählt nur ein Sieg.

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