Leichtathletik

Rummelds schonungslose Analyse

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Drei der vier letzten Aktivposten an der Kreisleichtathletik-Spitze: Gertraud Rüsch, Wolfgang Rummeld und Dirk Maximowitz.

Schalksmühle – Wolfgang Rummeld war noch nie jemand, der Dinge schönredet. Dementsprechend klar und im Ergebnis schonungslos fiel das Bild aus, das der Vorsitzende des Kreis-Leichtathletik-Ausschusses im Rahmen der Arbeitstagung am Donnerstagabend vom Ist-Zustand der Leichtathletik im Kreis Lüdenscheid zeichnete. Kernbotschaften: Es fehlt qualitativ wie quantitativ an Nachwuchs, und das Kampfrichterwesen droht mehr und mehr zu einer Großbaustelle zu werden.

Im märkischen Südkreis also nichts Neues, könnte man konstatieren. Denn die Situation unterscheidet sich kaum von der, die Rummeld bei der letzten Arbeitstagung vor drei Jahren skizziert hatte. Eigentlich könne er seinen Bericht von 2016 nochmals verlesen, stellte der Werdohler zu Beginn seiner Ausführungen in der Schalksmühler Jahnhalle fest, wo gleich elf Vereine trotz Anwesenheitspflicht nicht vertreten waren.

Neben den entschuldigten MTV Altena, TS Evingsen und TSG Valbert fehlten die Turbo-Schnecken Lüdenscheid, der TuS Dahle, der TSV Rönsahl, der TV Grünenthal, der TSV Oestertal, der TuS Nachrodt-Obstfeld, der TuS Neuenrade und der SC Plettenberg. Dass die heimische Leichtathletik ein Generationenproblem hat, zeigte Wolfgang Rummeld anhand der aktuellen Westfälischen Bestenliste auf: Dort stehen 42 Nennungen im Seniorenbereich gerade einmal deren fünf in den Altersbereichen darunter gegenüber. Die Resonanz auf angebotene Meisterschaften geißelte der KLA-Vorsitzende als „mehr als unbefriedigend“. Zudem sei der sportliche Ertrag generell viel zu gering für die an sich guten Möglichkeiten, die im Kreisgebiet angesichts von nicht weniger als sechs Stadionanlagen mit Kunststofflaufbahnen bestehen.

Damit aber längst nicht genug – die nächsten Schwierigkeiten für den Leichtathletik-Kreis Lüdenscheid zeichnen sich bereits ab. Bei den turnusmäßigen Wahlen kündigten sowohl Wolfgang Rummeld als auch Wettkampfwartin Gertraud Rüsch ihren Abschied zum Ende der Wahlperiode – also 2022 – an. „Diesmal stelle ich mich wirklich letztmals zur Wahl“, betonte der inzwischen 70-jährige Rummeld, der ursprünglich schon jetzt hatte aufhören wollen.

Komplettiert wird der Kreis-Leichtathletik-Ausschuss durch Statistiker Dirk Maximowitz und die am Donnerstag verhinderte Jugendwartin Bärbel Steffen. Weil Gerd Schnell aus privaten und gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidierte und sich kein anderer Anwärter fand, ist nun auch der Posten des Kampfrichterwarts unbesetzt.

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