Roosters erst gegen den Meister, dann beim Letzten

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Colten Teubert steht gegen den Meister auf dem Eis.

Iserlohn - Den Mittelweg zu finden zwischen sinnhafter körperlicher Regeneration und Trainingsalltag ist auch für einen Trainer nicht immer leicht. Jari Pasanen, Chefcoach der Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga, scheint seinen Job ganz gut gemacht zu haben. „Ich denke, die Jungs fühlen sich wieder ganz fit, die schlimmsten Probleme scheinen wir in den Griff bekommen zu haben.“

Von Mirko Heintz

Euphorisch ist der Finne an sich selten, deshalb hält sich auch Pasanen vor dem bayrischen Wochenende mit dem Heimspiel am Freitagabend gegen den ERC Ingolstadt (19.30 Uhr, Eissporthalle am Seilersee) und am Sonntag beim Tabellenletzten aus Straubing (16.30 Uhr) mit zu lauten Jubelschreien zurück.

Erstmal droht zumindest keinem seiner Leistungsträger grundsätzlich eine Pause. Colten Teubert und die anderen scheinen wiederhergestellt zu sein. „Ich fühle mich eigentlich wieder ganz fit“, betont auch Verteidiger Kevin Lavallée. Wieder voll einsatzfähig ist auch Torhüter Mathias Lange. Der Deutsch-Österreicher hatte sich am vergangenen Freitag eine Blessur zugezogen und konnte unter Schmerzmitteln auch gegen Mannheim auflaufen. „Ich habe in dieser Woche wirklich gut regeneriert, mich gut behandeln lassen und fühle keine Schmerzen mehr.“ Damit ist die Frage geklärt, wer an diesem Wochenende zwischen den Pfosten stehen wird.

Daniar Dshunussow kann sich weiter in Ruhe auf seinen ersten Einsatz vorbereiten. „Ab Samstag wird er auch von unserem Torhütertrainer ausgiebig unter die Lupe genommen, dann werden wir in spätestens einer Woche genauer wissen, wann er wirklich wieder vollkommen einsatzfähig ist“, sagt Pasanen. Dshunussow selbst ist froh, sich auch im Hinblick auf die mentale Vorbereitung wieder engagieren zu können. „Es ist wichtig wieder fokussiert zu sein, gut zu schlafen, seine Dinge vor einem Spiel zu tun und so den Ernstfall zu testen, bevor er wirklich eintritt“, sagt der lange verletzte Back-Up-Goalie. Ausfallen wird damit nur der Langzeitverletzte Jeff Giualiano. Wer genau heute mit wem in welcher Kombination gegen den amtierenden Meister aus Ingolstadt aufläuft, lässt Pasanen offen, es spielt für ihn weniger eine Rolle als für manche Beobachter.

Taktisch erwartet die Roosters eine Mannschaft, die, so hat es manchmal den Eindruck, selbst noch nicht vollkommen verstanden hat, wie sie unter dem neuen Trainer Larry Huras zu spielen hat. „Es braucht seine Zeit, sich dem sicherlich nicht zu einfachen System anzupassen, wenn es dann aber gelingt, dann werden die Ingolstädter noch stärker sein als bislang“, so Pasanen, der die letzten Matches genau unter die Lupe genommen hat. Zuletzt zwei Mal in Folge hat das Team aus Oberbayern verloren.

Spannend dürfte auch der Sonntag werden, der von der Erwartungshaltung ganz klar definiert ist. Alles andere als ein Sieg der Sauerländer bei den Straubing Tigers dürfte eine riesige Enttäuschung für Mannschaft und Fans sein, steht der Gastgeber, der zuletzt seinen hochgeschätzten Trainer Rob Wilson entlassen hat, auf dem letzten Tabellenplatz.

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