Eine Niederlage der ganz bitteren Art

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Tim Tripel machte ein tolles Spiel, ließ sich wie in dieser Szene auch von zum Teil drei Gegenspielern nicht stoppen.

Lüdenscheid - Es war die mit Abstand beste, weil auch konstanteste Leistung im bisherigen Saisonverlauf, doch am Ende standen die Baskets Lüdenscheid auch nach dem fünften Spiel mit leeren Händen da. Gegen Aufsteiger RE Baskets Schwelm setzte es am Sonntagnachmittag eine knappe und daher besonders bittere 80:82 (24:20, 18:23, 18:21, 20:18)-Niederlage.

Von Marc Kusche

Wie ein Häufchen Elend saß insbesondere einer auf der Bank: Lüdenscheids litauischer Neuzugang Vaitkus. Ob es an seinen Magenproblemem lag – auf jeden Fall hatte der eigentliche Hoffnungsträger einen rabenschwarzen Tag erwischt. Zwei, drei gute Anspiele waren zwar dabei, doch die Zahl der Fehlpässe überwog, zudem schoss er fast die Lampen am Stadtpark aus, steuerte nicht einen Punkt bei.

Dass die Gastgeber dennoch auf Augenhöhe waren, lag daran, dass alle weiteren Bergstädter funktionierten und harmonierten. Insbesondere in der Anfangsphase lief es wie am Schnürchen, trafen die Gastgeber hochprozentig und hatten sich schnell ein feines Polster herausgeworfen (5./17:8). Da sich bei den Gästen Ex-Bundesligacenter Speyer ganz auf das Coaching konzentrierte, hatten die Baskets auch erstmals unter den Brettern Vorteile, insbesondere Kouyate schnappte sich Rebound auf Rebound.

So gut außerdem T. Tripel und Koudas von außen trafen – die Gäste zeigten, warum sie bis dato eine so gute Rolle spielen. In Windeseile war der Rückstand aufgeholt (9./20:20), Aufbauspieler Falkenrath, Routinier Rust und der von der Bank gekommene Hermsen setzten die Akzente. So sahen die Zuschauer eine flotte, gutklassige Partie, in der die Führung ab dem zweiten Viertel ständig wechselte. Lediglich einmal wurde es noch ein wenig deutlicher (29./57:64), ansonsten blieb es äußerst eng.

So war es nicht verwunderlich, dass das letzte Viertel zu einem Krimi avancierte. Vielleicht hätte Baskets-Interimstrainer Cesar Pawlitzki (vertrat den erkrankten Amir Hujic) gut daran getan, den zunehmend entnervten Vaitkus vorzeitig vom Feld zu nehmen, doch auch so hätte es fast gereicht. Doch während die Freiwurfquote bei den Baskets nach dem 72:71 zunehmend in den Keller ging, waren die Gäste von der Linie effizienter, machten schließlich durch Rust und Hermsen kurz vor Schluss mit den Punkten zum 78:82 alles klar.

Lüdenscheid: Koch, A. Tripel (5/1 Dreier), Koudas (20/4), T. Tripel (22/3), Vaitkus, Bekendorf (8), Kouyate (16), Foith (9)

Schwelm: Falkenrath (13/1), Rust (20/2), Kramer (4), Winterberg (10), Krieger (4), Happe, Hermsen (20/2), Fedder (6), Wessel (3), Pinchuk (2)

Freiwürfe: Lüdenscheid 10 von 23 (43 Prozent), Schwelm 19 von 31 (61 Prozent)

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