Basketball, Oberliga

Sieg mit großem Wermutstropfen

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Tim Tripel (rechts) behielt in zunehmend aufgeheizter Atmosphäre die Ruhe und avancierte mit 28 Punkten zum Mann des Abends für die Baskets Lüdenscheid.

Lüdenscheid – Fünfter Sieg im sechsten Spiel, aber dennoch wollte sich bei den Baskets Lüdenscheid nach dem 77:61 (24:10, 17:14, 12:20, 24:17) gegen den BC Langendreer nicht die ganz große Freude einstellen.

Denn nach einem unglücklichen Zusammenprall zog sich Mohamed Ahmad kurz vor der Pause eine schwere Schulterverletzung zu, wurde noch in der Halle notärztlich versorgt und mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht, sodass die zweite Halbzeit mit einiger Verspätung begann.

Sportlich hatten die Hausherren tadellos begonnen: Gegen die unorthodoxe Zonenverteidigung des BCL (anfangs noch sehr körperlos) trafen die Baskets nach Ballgewinnen aus ihrer aggressiven Defense heraus hochprozentig, Colo und Koudas streuten allein im ersten Sektor vier erfolgreiche „Dreier“ ein. So sah es schon sehr früh nach einem entspannten Abend aus (9./24:8), und dieser Vorsprung hatte auch zur Halbzeit nahezu Bestand. Ab dem dritten Viertel änderte sich die Charakteristik der Partie grundlegend.

Harte Duelle, Tripel Spieler des Spiels

Die Gäste legten eine knallharte, oftmals überharte Gangart an den Tag, die zunächst von den Referees nur unzureichend geahndet wurde. Insbesondere Bekendorf sah sich als „Opfer“, und als ihn Kartozia noch provozierte, konnte der Baskets-Center nur mit Mühe von einer Tätlichkeit abgehalten werden. Kartozia war für den Lüdenscheider Anhang fortan der Buhmann, jeder Fehlwurf von ihm wurde bejubelt – auch nicht gerade sportlich.

Die Gangart Langendreers führte aber dazu, dass die Hujic-Schützlinge ihren Rhythmus verloren, aus einem 45:24 (25.) war bis Ende des dritten Viertels ein 53:44 geworden. Die Ruhe im immer zerfahreneren Match behielt aber Tim Tripel. Ob aus der Distanz, bei Durchbrüchen oder von der Freiwurflinie – wann immer er gebraucht wurde, war er da; am Ende standen 28 Punkte für ihn zu Buche.

So war beim 72:54 alles gelaufen (37.), zur Sache aber ging es weiterhin. So standen am Ende auf der neuen Anzeigetafel 28 Fouls für die Baskets und 24 für Langendreer – gefühlt 20 zu wenig –, was auch zur Folge hatte, dass mit Boshevski (39.), J. Schlüter und Bahri (je 40.) gleich für drei Aktere nach ihrem fünften persönlichen Foul vorzeitig Schluss war.

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