Eine nahezu perfekte Heimpremiere für die Baskets

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Blieb am Samstagabend zwar punktlos, zeigte als ganz sicherer Ballverteiler aber dennoch eine vorzügliche Leistung: Baskets-Spielmacher Arne Bencker.

LÜDENSCHEID - Ein paar Zuschauer mehr als die knapp 100 hätten es am Samstagabend zwar sein können, dennoch herrschte bei den Baskets nach ihrer Saison-Heimpremiere eitel Sonnenschein: Gleich 77:56 (19:15, 16:13, 17:11, 25:17) wurde der bisherige Angstgegner BG Hagen II abgekanzelt, anschließend ließen die Spieler des alten und neuen Tabellenführers gemeinsam mit den Fans Geburtstagskind Max Lüke (wurde 22 Jahre alt) hoch leben.

Als stille Genießer am Stadtpark präsentierten sich derweil die Trainer Amir Hujic und Vid Zarkovic, konnten zu Recht stolz darauf sein, was ihre junge Rasselbande, vorbildlich geführt von Center-Routinier Kordyaka, über weite Strecken auf dem Feld zelebriert hatte.

Schon der Auftakt geriet zu einer Demonstration der Stärke: Aus einer aggressiven Defense heraus ging es im Eiltempo nach vorne, wo Haris Hujic gleich seine ersten zwei „Dreier“ sicher verwandelte, schnell kombiniert und auch über Fastbreaks (Koudas) der Abschluss gesucht wurde. Über 12:0 hieß es nach sechs Minuten bereits 15:2 – so konnte es weitergehen.

Ging es aber nicht, weil sich zum einen die Gäste fingen, zum anderen die Hausherren zu sehr auf Distanzwürfe setzten. Ob Koudas, Michel, Lüke oder insbesondere Hujic (gleich acht Fehlversuche in Folge jenseits der Dreier-Linie) – sie alle trafen nicht mehr. Und so glich das Zdraveski-Team beim 23:23 erstmals aus (14.). Dass es gleichzeitig das letzte Mal war, konnte zu diesem Zeitpunkt niemand ahnen.

Die Hagener als Ein-Mann-Unternehmen

Denn in der Folge wurden die Unterschiede wieder mehr als deutlich: Hier die homogenen Baskets, die sich in allen Mannschaftsteilen als Einheit präsentierten, dort die BG-Reserve, die in der Offense von Minute zu Minute hilfloser wirkte, gegen die wuselige Lüdenscheider Verteidigung einfach kein probaten Mittel fand, zudem beim Rebound eklatant unterlegen war. So avancierte der Gast quasi zu einem Ein-Mann-Unternehmen: Alles lief über US-Boy Bowser, derweil der Rest nicht über die Rolle von „schmückendem Beiwerk“ hinauskam.

Und die Hausherren? Während sich Spielmacher Bencker auf einen sicheren Ballvortag konzentrierte, punkteten die Mitspieler kontinuierlich, agierten auch immer variabler. Ob von außen, über Fastbreaks, gelungene Durchbrüche (Winter) oder direkt unter dem Brett (Kordyaka) – über 34:26 (19.), 44:32 (25.) und 61:41 (33.) sorgten die Baskets auf imponierende Art für klare Verhältnisse.

Marc Kusche

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