Als krasser Außenseiter zum Tabellenführer Ibbenbüren

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Mit den Baskets in Ibbenbüren vor einer ganz hohen Hürde: Arne Bencker.

Lüdenscheid - Was für den letztwöchigen Gegner SC Borchen galt, trifft auch auf den heutigen Kontrahenten TV Ibbenbüren zu. Sportlich war der Club aus dem Tecklenburger Land in der Vorsaison als Vorletzter abgestiegen, profitierte nachträglich wie auch Borchen aber von den freiwilligen Rückzügen des TV Werne und der DJK Adler Bottrop.

Und was tat der TVI, nachdem er diese „zweite Chance“ erhalten hatte? Er rüstete auf. Mit Marcel Kosiol und Patrick Olliges wurden zwei Akteure mit Erstregionalliga-Erfahrung verpflichtet, und als einer der noch ganz wenigen Vereine in dieser Spielklasse leistete sich Ibbenbüren noch einen US-Import. Courtney Belger heißt der Mann, erschoss in der Vorbereitung nahezu alle Gegner im Alleingang. Mittlerweile punktet der Aufbauspieler zwar nicht mehr so imponierend, ist dafür trotz seiner überragenden individuellen Klasse zu einem sehr mannschaftsdienlichen Spieler gereift. Kein Wunder, dass die Mannschaft von Trainer Andreas Joachim zum Topfavoriten avancierte und dieser Rolle als einzig noch ungeschlagene Mannschaft (vier Spiele, vier Siege) bis dato auch gerecht geworden ist.

Zwar sind auch die Baskets mit sechs von acht möglichen Punkten sehr gut aus den Startlöchern gekommen, doch vor dem heutigen Aufeinandertreffen in der Sporthalle des Goethe-Gymnasiums (19 Uhr) kann von einem Spitzenspiel auf Augenhöhe kaum die Rede sein.

„Ich denke, dass wir ganz schlechte Karten haben“, verweist Baskets-Trainer Amir Hujic auf erhebliche personelle Probleme. Center Bastian Kordyaka laboriert weiter an Kniebeschwerden (Hujic: „Bei Belastung wird sein Knie sofort dick, ich hoffe nicht, dass da noch eine Operation droht“), „Kampfschwein“ Lorenz Winter muss wegen einer Bänderdehnung passen, dazu steht der Einsatz des grippekranken Niko Koudas auf der Kippe. „Ich befürchte, dass wir gerade auf den großen Positionen total unterlegen sein werden, auch wenn Ibbenbürens langjähriger Center Tobias Hülsmeier seine Laufbahn beendet hat. Von daher kann es für uns nur heißen, sehr aggressiv zu verteidigen und mit den jungen, kleinen Spielern viel Tempo zu machen. Aber ob das reichen wird, ist eher fraglich“, zeigt sich der sonst so zuversichtliche Hujic diesmal pessimistisch.

Marc Kusche

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