Erklärbares Debakel für Hujic-Team beim Primus

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Haris Hujic, hier im Heimspiel gegen SC Borchen, war beim samstäglichen Debakel in Ibbenbüren der einzige Baskets-Akteur der zweistellig punkten konnte.

Lüdenscheid - 145 Kilometer hin, 145 Kilometer zurück und dazwischen die höchste Niederlage seit Zweitregionalliga-Zugehörigkeit kassiert – der Samstag war zweifellos ein schwarzer für die Baskets Lüdenscheid. Mit 41:95 (10:25, 13:22, 4:22, 14:26) bekamen sie beim Spitzenreiter TV Ibbenbüren gehörig das Fell über die Ohren gezogen, doch von übermäßiger Kritik war Baskets-Trainer Amir Hujic dennoch weit entfernt.

Denn während sein TVI-Kollege Andreas Joachim personell aus dem Vollen schöpfen konnte, hatte der Bosnier letztlich nur ein „Verlegenheitsteam“ zur Verfügung. Mit Center Bastian Kordyaka (Knie), Lorenz Winter (Bänderdehnung) und Max Lüke (Magen-Darm) fehlten ihm gleich drei seiner ansonsten fleißigsten Punktesammler, dazu gingen Niko Koudas und Arne Bencker angeschlagen ins Match, wurden vorsichtshalber und angesichts eines hoffnungslosen 27:69-Rückstandes nach dem dritten Viertel im Schlussabschnitt geschont. So erhielten sonstige Bankspieler wie Julian Navaroo, Lukas Lewucha und Christoph Lüsebrink ungewohnt viele Spielanteile, machte ihre Sache im Rahmen ihrer Möglichkeiten aber recht ordentlich.

Pause kommt den Baskets recht

Letztlich reichte das aber erwartungsgemäß nicht, um den Gegner in der mit 300 Zuschauern gut gefüllten Halle des Goethe-Gymnasiums auch nur annähernd in Verlegenheit zu bringen. Angeführt von ihrem US-Boy Belger setzte sich der Primus aus dem Tecklenburger Land von Beginn ab, wobei insbesondere das dritte Viertel für die Gäste zu einem Albtraum wurde. Gerade einmal vier Pünktchen gelangen den Bergstädter in diesem Sektor. Zwar taten sich die Hausherren gegen die von den Baskets in Halbzeit zwei praktizierte Zonenverteidigung auch schwerer, trafen von außen kaum etwas, doch dank immenser Reboundüberlegenheit gab es immer wieder nicht nur zweite, sondern auch dritte, vierte und fünfte Chancen, um unter dem Brett zu einfachen Punkten zu kommen. „Das war ein Duell mitz ungleichen Waffen, ich hätte sogar mit einer noch höheren Niederlage gerechnet. Die Pause am komenden Wochenende kommt uns gerade recht“, hofft Hujic im dann folgenden Heimspiel gegen SVD Dortmund am 30. November wieder auf einen kompletten Kader zurückgreifen zu können.

Marc Kusche

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