Nach gutem Start geht’s für die Baskets steil bergab

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Auf verlorenem Posten waren die Baskets, hier mit Leif Brüggendieck, insbesondere beim Rebound.

LÜDENSCHEID - Die Talfahrt bei den Baskets Lüdenscheid hält an. Gegen den südwestfälischen Kontrahenten BG Biggesee setzte es am Samstagabend mit 64:92 (23:23, 8:24, 15:22, 18:23) die dritte Niederlage in Folge, der Vorsprung zum Abstiegsplatz beträgt noch ganze zwei Pünktchen.

Hauptproblem war wie erwartet die hoffnungslose Unterlenheit unter den Brettern. Während bei den Gastgebern mit Center Kordyaka (Knieverletzung) und Winter (beruflich verhindert) gleich zwei gesetzte Akteure auf den großen Positionen ausfielen, verfügte der Gast aus Olpe in Person von Sagemüller (2,09 m), Spielertrainer Wente (2,04 m) und dem wuchtigen Kouyate (1,98 m) über gleich drei Spieler mit Gardemaß, die an beiden Enden des Spielfeldes Rebound für Rebound einsammelten, dazu auch ordentlich punkteten.

Auf Augenhöhe waren die Hausherren nur im ersten Viertel. Hujic verwandelte gleich seine ersten beiden Dreierversuche, dazu legte auch der in der Offense stark verbesserte griechische Neuzugang Kyriakidis prächtig los – nach nicht einmal drei Minuten hieß es 10:2. Zwar traf dieses Duo sowie auch noch Koudas bis zum Viertel-ende weiter hochprozentig, doch auch Biggesee fand im Angriff zunehmend besser ins Spiel, hatte nach zehn Minuten egalisiert (23:23).

Was auch Sicht der Baskets folgte, war ein totaler Blackout. Kein Durchkommen unter dem Korb, „Fahrkarte“ auf „Fahrkarte“ von außen – geschlagene sechs Minuten blieb das Team von Trainer Amir Hujic ohne Zählbares. Derweil blieb die Effizienz bei der BG konstant auf gutem Niveau, mit einer 15:0-Serie zog sie auf 38:23 davon (16.).

Wer gedacht hatte, das Lüdenscheider Youngsterteam würde sich wenigstens gegen die drohende Niederlage wehren, wurde bitter enttäuscht. Insbesondere Hujic, Michel und Bencker leisteten sich zahlreiche Ballverluste im Aufbau, die umgehend mit Fastbreaks bestraft wurde. Und auch die Defense bröckelte zusehends, was gleich zwei Ex-Baskets zu einfachen Punkten nutzten: Sowohl Spielmacher Lopeta als auch Flügel Frey gingen immer wieder wie das heiße Messer durch die Butter durch die Baskets-Deckung, vereinten am Ende 52 Zähler auf ihrem gemeinsamen Punktekonto. Und so konnten die Gäste schließlich immer mehr auf ihre Bankspieler zurückgreifen, ansonsten wäre die Baskets-Niederlage noch weitaus höher ausgefallen.

„Die Reboundunterlegenheit ist das eine. Dennoch darf man sich nicht so früh aufgeben. Die Körpersprache des Teams hat mir überhaupt nicht gefallen“, übte auch Hujic deutliche Kritik.

Marc Kusche

Baskets: Koudas (14/2 Dreier), Lüke (9/1), Michel, Hujic (17/5), Kyriakidis (22/1), Bencker (2), Löber, Brüggendieck, Lüsebrink

BG: Lopeta (33/5), Reed (2), Frey (19/1), von Puttkamer (3/1), Sagemüller (7), Wente (9/1), Frackiewicz (5), Bengtsson (2), Koyate (12)

Freiwürfe: Baskets 11 von 13 (85 Prozent), BG 10 von 17 (59 Prozent)

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