Baskets verpassen nur knapp eine Überraschung

Erfolgreichster Korbschütze der Bergstädter in Bottrop war erneut Bastian Kordyaka.

BOTTROP – Nach zuvor drei Siegen in Folge hat es die Zweitregionalliga-Basketballer der Baskets Lüdenscheid wieder erwischt: Beim Tabellendritten DJK Adler Bottrop zogen die Bergstädter am Samstagabend mit 70:77 (16:17, 17:21, 21:20, 16:19) den Kürzeren, verpassten dabei nur knapp eine Überraschung. Kleiner Trost: Da der Voreltzte TV Ibbenbüren beim TSV Hagen mit 57:58 ebenfalls unterlag, rangiert das Team von Trainer Amir Hujic weiter auf einem Nichtabstiegsplatz.

Die Voraussetzungen im „Adlerdome“, der eher einer seit Ewigkeiten nicht gewarteten Bruchbude glich, waren für die Gäste von vornherein nicht die besten. Zum Ausfall von U16-Nationalspieler Haris Hujic (Knöchel) gesellte sich der des in den letzten Wochen so starken Vid Zarkovic (Knie), sodass Arne Bencker als einzig verbliebener Aufbauspieler 40 Minuten durchspielen musste. Das galt nahezu auch für die Center Kordyaka und Foith sowie Winter und Koudas, während Michel, Brüggendieck und Lüsebrink lediglich Kurzeinsätze bekamen. Derweil konnte Spielertrainer Daniel Kehl bei den Adlern ohne den ganz großen Qualitätsverlust munter durchwechseln.

Dennoch schlugen sich die Baskets äußerst respektabel. Zwar lagen sie im gesamten Verlauf lediglich zweimal in Führung (3:2, 7:6), doch richtig abschütteln ließen sie sich kaum einmal. Nach einem sehr ausgeglichenen ersten Viertel (17:16) zog der letztjährige Aufsteiger mehrfach davon (15./30:20, 25./49:39, 33./64:55), doch immer wieder fanden die kämpferisch tadellos agierenden Lüdenscheider den Anschluss. Dabei räumte Kordyaka nicht nur unter den Brettern auf, sondern zeigte bei zwei „Dreiern“ auch Qualitäten aus der Distanz, was ebenso für Youngster Koudas (drei „Dreier“) galt. Und da sich die Bottroper oft mit zwei, drei Akteuren auf 2,06 m-Mann Kordyaka stürzten, hatte Foith ungewohnt viele Räume, die er mit 15 Punkten effizient zu nutzen wusste.

125 Sekunden vor dem Ende hatten sich die Gäste schließlich auf 66:68 herangerobbt, eine Überraschung war greifbar. Doch zwei verlorene Reboundduelle sowie einen einfachen Ballverlust der Baskets wusste Bottrop zu nutzen, hatte spätestens nach Kuhlmanns „Dreier“ beim 77:68 für die Vorentscheidung gesorgt.

„Kein Vorwurf an die Jungs. Sie haben alles gegeben. In kompletter Besetzung wäre hier auf jeden Fall ein Sieg möglich gewesen, doch auch so war das eine sehr ordentliche Vorstellung“, resümierte Hujic, haderte lediglich ein wenig mit der mäßigen Quote von der Freiwurflinie (13 von 25). Marc Kusche

Baskets: Navarro (n.e.), Kordyaka (21/2), G. Frey, Winter (9), Michel, Koudas (13/3), Bencker (8), Foith (15), Brüggendieck (4), Lüsebrink

Bes. Vorkommnis: Winter scheidet nach fünftem Foul aus (35.)

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