Tolle Werbung ist in der BGL-Halle angesagt

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Am Freitag bezwang Basketball-Bundesligist Phoenix Hagen das belgische Team Okapi Aalstar. Aufbauspieler Mark Dorris (Foto) steuerte 18 Punkte zum 102:96-Erfolg bei. Am Mittwoch treten er und seine Mitspieler in Lüdenscheid gegen Excelsior Brüssel an.

LÜDENSCHEID - Es ist angerichtet: Mit Phoenix Hagen, dem neuen Kooperationspartner der Baskets Lüdenscheid, präsentiert sich am Mittwoch erstmals ein Basketball-Bundesligist in der Bergstadt, der ab 19.30 Uhr in seinem letzten Testspiel vor Saisonbeginn in der BGL-Sporthalle auf den belgischen Erstligisten Excelsior Brüssel treffen wird.

Abseits des sportlichen Geschehens ist es für die ausrichtenden Baskets in erster Linie eine große organisatorische Herausforderung. Mit rund 25 Personen ist der Club heute im Einsatz, der am Kampfgericht, beim Karten-, Essen- und Getränkeverkauf für einen reibungslosen Ablauf sorgen möchte. „Das ist schon eine besondere Herausforderung“, gibt Baskets-Vorsitzender Frank Zacharias zu, der in erster Linie „auf eine erstklassige Werbung für unseren schönen Sport“ hofft. Im Südkreis sind rund 200 Tickets im Vorverkauf abgesetzt worden, mindestens 400 Besucher sollten es laut Zacharias heute schon sein. „Die Werbung im Vorfeld des Spiels, Kosten für Schiedsrichter und Betreuung der Mannschaft verschlingt schon einiges“, hofft er, dass durch den Verkauf der Eintrittskarten, Essen und Getränke zumindest ein kleiner Überschuss erwirtschaftet wird, der dann zu 100 Prozent der Nachwuchsabteilung der Baskets zu Gute kommen wird.

Sportlich dürfen sich die Zuschauer auf höchst attraktiven Basketball freuen, denn spätestens seit der vergangenen Saison steht Phoenix Hagen für kompromisslosen Hochgeschwindigkeits-Basketball. Und das führte dazu, dass die Feuervögel seit ihrem Aufstieg 2009 als Achter erstmals wieder die Play-Offs erreichten, im Viertelfinale dann in vier Spiel aber am späteren Deutschen Meister Brose Baskets Bamberg scheiterten.

Der Vergleich mit dem belgischen Erstligisten ist gleich in doppelter Hinsicht ein besonderer. Zum einen ist es für die Volmestädter die Generalprobe vor dem Meisterschaftsstart am 3. Oktober gegen die s.Oliver Baskets aus Würzburg, zum anderen hat die Mannschaft von Trainer Ingo Freyer mit Brüssel noch eine Rechnung zu begleichen: Denn von den bisherigen neun Testspielen ging nur eins verloren – vor zehn Tagen mit 96:101 bei Excelsior Brüssel. „Wie ich unsere Jungs kenne, werden sie darauf brennen, sich dafür zu revanchieren. Von daher wird das eine echte Generalprobe, um auch Selbstvertrauen für den Start zu tanken“, verspricht Phoenix-Geschäftsführer Oliver Herkelmann ein Hagener Team, das Vollgas geben wird. Und das reist auch in Bestbesetzung an, wird angeführt von einer starken US-Fraktion um den neuen Spielmacher Henry Dugat. Mit dem 37-jährigen Center-Dauerbrenner Bernd Kruel und Nachwuchskräften wie unter anderem A2-Nationalspieler Ole Wendt, Fabian Bleck und Niklas Geske tummeln sich aber auch einige Deutsche im Kader.

Und so ganz nebenbei geht es für Herkelmann, der allein rund 200 bis 300 Fans aus Hagen erwartet, auch noch um weitere Aspekte: „Wir wollen auch den Baskets helfen, neuen, basketballbegeisterten Nachwuchs zu finden, dazu für uns neue Fans und vielleicht auch Sponsoren im Sauerland gewinnen.“

Marc Kusche

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