Baskets: Königstransfer Semir Albinovic

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Auf gute Zusammenarbeit: Baskets-Vorsitzender Frank Zacharias freut sich über die Neuzugänge Semir Albinovic (links) und Maximilian Schneider fürs Oberligateam.

Lüdenscheid - Neue Mannschaft, neue Liga, unbekannte Gegner, eine Vorbereitung mit bis dato keinem Testspiel – vier Tage vor dem Saisonstart in der Basketball-Oberliga mit einem Auswärtsspiel bei der SG VfK Boele-Kabel wissen die Baskets Lüdenscheid in keinster Weise, wo sie leistungsmäßig stehen.

„Es ist eine ganz, ganz schwierige Situation, wir werden wohl kleine Brötchen backen müssen“, will Trainer Amir Hujic, seit Wochen und für eine weitere unbestimmte Zeit aufgrund eines Bandscheibenvorfalls außer Gefecht gesetzt, auch erst gar nichts beschönigen. Personell war und ist ein erklecklicher Umbruch zu bewältigen. Denn angefangen bei bisherigen Leistungsträgern wie Tresor Nsiabandoki und Tim Tripel haben zahlreiche Akteure die Bergstädter nach dem Abstieg aus der 2. Regionalliga verlassen.

Geblieben ist ein Sextett in Person von Vitali Herrmann, Calvin Arvanitakis, Niko Koudas, Lukas Lewucha, Reinhard Foith und Christoph Lüsebrink. dazu kommt aus dem eigenen „Stall“ mit Cesar Pawlitzki der Spielertrainer der Landesliga-Reserve, der auch die Vertretung von Hujic in den letzten Wochen beim Training übernommen hat. Desweiteren gibt es zwei externe Neuzugänge. Vom samstäglichen Gegner Boele-Kabel verstärkt der 18-jährige und 1,96 Meter lange Maximilian Schneider die Baskets, gilt als vielversprechender Flügelspieler auf schnellen Beinen und Fastbreak-Spezialist.

„Königstransfer“ ist indes mit Semir Albinovic ein bosnischer Landsmann von Trainer Amir Hujic. Der 24-Jährige ist seit zwei Wochen zu Besuch bei Verwandten in Lüdenscheid, will sich auf Dauer für einen höherklassigen Verein in Deutschland empfehlen. Der 1,97 Meter lange Allrounder war zuletzt beim bosnischen Erstligisten Bosna-Royal aktiv, steht voll im Saft. „Wie lange wir etwas von ihm haben, ist aber völlig ungewiss. Er wird unter der Woche immer wieder bei klassenhöheren Vereinen im Training vorspielen, um sich zu empfehlen. Für uns ist er natürlich eine riesige Verstärkung“, hofft Hujic, dass sein Landsmann zumindest über große Teile der Hinrunde zur Verfügung stehen wird.

Testspiel am Donnerstag gegen die BG Hagen II

In der Summe steht also ein Stammkader von neun Spielern zur Verfügung – auf die Dauer etwas wenig, wie auch der Trainer einräumt: „Es wird eine enge Zusammenarbeit mit der Reserve geben. Beide Teams trainieren seit Ende der Sommerferien ohnehin zusammen, und das wird auch während der Saison so bleiben. Und wenn für die Oberliga-Mannschaft nicht genügend Personal zur Verfügung steht, wird eben aus dem Landesliga-Kader aufgefüllt.“ Da u.a. Schneider und Albinovic just vor zwei Wochen zur Mannschaft gestoßen sind, Koudas gar erst jetzt aus Griechenland zurückgekehrt ist, sah Hujic noch keinen großen Sinn darin, Testspiele zu absolvieren. Einen freundschaftlichen Vergleich aber wird es doch noch geben: am Donnerstag gegen Zweitregionalligist BG Hagen II (20 Uhr, Stadtpark).

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