Baskets vor Reise ins Ungewisse

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Starker Neuzugang: Semir Albinovic.

Lüdenscheid - Die Baskets Lüdenscheid starten am Samstag in die neue Spielzeit in der Oberliga. Was erwartet sie nach ihrem Abstieg im Frühjahr. Ein Blick aufs erste Spiel und auf die Saison.

Leicht haben es Absteiger im Sport nicht. Entweder sie werden in der neuen Liga, zumeist auch durch personelle Verstärkungen, als großer Titelkandidat angesehen oder es wartet eine ungewisse Saison, da eine Reihe Stammspieler den Verein verlassen haben. Auf die Baskets Lüdenscheid, die am Samstag (16 Uhr, Sportzentrum Boele) bei der SG VfK Boele-Kabel in die Saison der Basketball-Oberliga starten, trifft eher Letzteres zu.

Zu groß scheint auf den ersten Blick der Unterschied nach dem Aderlass der Bergstädter und den Verpflichtungen der künftigen Ligarivalen zu sein. Alleine durch die Abgänge von Tresor Nsiabandoki (SV Hagen-Haspe) und Tim Tripel (BG Biggesee) fehlen den Lüdenscheidern zwei der absoluten Leistungsträger der abgelaufenen Saison. Eine nominelle Kompensation der insgesamt sechs Abgänge war nicht möglich. Dafür haben die Baskets aber versucht, statt Quantität den dünnen Kader mit Qualität zu verstärken. Allen voran die „Last-Minute-Verpflichtung“ Semir Albinovic soll den Lüdenscheidern so lange wie möglich helfen. Wie viele Spiele genau der Bosnier, der sich via Lüdenscheid für höherklassige Teams empfehlen will, helfen wird, ist allerdings offen.

Ein Grund mehr, weshalb ein guter Saisonstart dem Absteiger extrem helfen und gleichzeitig etwas mehr Sicherheit geben würde. Länger eingeplant ist mit Youngster Maximilian Schneider vom heutigen Gegner SG VfK Boele-Kabel der zweite externe Neuzugang, der auf den Flügelpositionen Tim Tripel ersetzen soll. Als gefühlter Neuzugang kehrt auch Reinhard Foith, der einen Großteil der vergangenen Saison verletzungsbedingt verpasste, wieder komplett ins Team zurück und soll vor allem unter den Körben wieder für mehr Präsenz im Spiel der Bergstädter sorgen. Ob diese Kombination zusammen mit kurzer Vorbereitung samt nur einem Test heute für einen zählbaren Erfolg beim Vorletzten der vergangenen Oberliga-Saison reicht, muss sich zeigen.

Umbruch auch in Boele-Kabel

Ähnlich wie der Absteiger gab es auch in Boele einen personellen Umbruch, wobei der Fokus noch mehr auf der Jugend liegt. Unter Neu-Trainer Alexander Nolte, der lange im Jugenbereich von Phoenix Hagen aktiv war und den früheren Baskets-Jugendkoordinator Vid Zarkovic abgelöst hat, ist der Altersschnitt der Hagener noch einmal deutlich gesunken. Mit Tobias Wegmann, Levin Gimbel, Marco Hollersbacher, Noah Tepelidis (beide eigene Jugend), Sharik Aboubakar und Jonah Bredt (beide SV Derne) holte die SG allesamt sehr junge Spieler, die wie ein Großteil des restlichen Kaders auch in der NBBL oder gar JBBL auflaufen und gegen die Baskets wohl mit viel Tempo aufwarten dürften. Fehlen werden den Baskets beim Saisonstart neben dem verletzten Trainergespann Amir Hujic und Cesar Pawlitzki, die durch Vedran Bosiljcic-Koch vertreten werden, heute auch Christoph Lüsebrink und Niko Koudas (beide verhindert).

Der Kader der Baskets:  Vitali Herrmann, Calvin Arvanitakis, Niko Koudas, Lukas Lewucha, Reinhard Foith, Christoph Lüsebrink, Cesar Pawlitzki, Maximilian Schneider, Semir Albinovic

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