Basketball-Oberliga

Baskets: Blutleer, brotlos, egoistisch

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Bruchlandung im Derby: Die Baskets um Ahmad verloren in Breckerfeld haushoch.

Breckerfeld - Das war wenig bis gar nichts: Nach einem indiskutablen, blutleeren Auftritt wurde den Oberliga-Basketballern der Baskets Lüdenscheid am Samstag mächtig das Fell über die Ohren gezogen, denn sie kassierten beim bisherigen Tabellenviertletzten TuS Breckerfeld eine 53:86 (17:29, 8:17, 16:19, 12:21)-Klatsche.

Dass es schwer werden würde in der Hansestadt, war von vornherein klar, denn mit Dimkovski, Kouyate, Schneider und auch Koudas fehlten gleich vier Spieler, die normalerweise in der Startformation stehen. Es war aber keine Entschuldigung dafür, wie sich die restlichen Akteure von Trainer Amir Hujic präsentierten. 

Der 5:0-Blitzstart erwies sich nämlich in Windeseile als „Rohrkrepierer“, da die Lust aufs Verteidigen gegen Null tendierte. Über Fastbreaks und Distanzschütze Meier, der in Seelenruhe bis zum 18:9 (6.) gleich vier „Dreier“ verwandeln konnte, verschaffte sich der TuS schnell ein Polster. Und das wuchs nach den ersten zehn Minuten (29:17) weiter an. Zwar stabilisierten sich die Bergstädter ein wenig in der Defensive, dafür lief nach vorne kaum etwas zusammen. 

Konnte es auch nicht, denn Egoismus hielt Einzug. Kein Zusammenspiel, keinerlei Kommunikation, brotlose Einzelaktionen und vorschnelle Distanzwürfe – für die Baskets-Anhänger war das nur schwerlich mit anzusehen. Wo war der Teamspirit geblieben, der die Mannschaft noch eine Woche zuvor beim spektakulären 72:71 gegen Langendreer ausgezeichnet hatte? So zogen die Hausherren auch dank Center Gensler, dem lediglich Lüsebrink bei seinem Comeback nach zigmonatiger Verletzungspause körperlich etwas entgegenzusetzen hatte, über 35:19 (15.), 44:19 (18.) und 53:27 (23.) immer weiter davon. 

Immerhin folgte ein kurzer Gästelauf, und als Lüke mit drei Freiwürfen den Rückstand auf 16 Zähler verkürzte (26./57:41), sprach Baskets-Vorsitzender Frank Zacharias auf der Tribüne gar von einer möglichen Schlüsselszene. Aber weit gefehlt: Statt einer weiteren Aufholjagd zogen die Breckerfelder wieder die Zügel an, ließen eine 18:0-Serie zum 75:41 (35.) folgen, womit endgültig alles entschieden war. 

Baskets: Ahmad (2), Alsouda, Bahri (2), Mayer (5/1), Lüke (16/2), Kaluza (3/1), Tripel (10), Frackiewicz (10), Moutafis (2), Lüsebrink (3)

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