Auf die Baskets wartet eine ganz schwere Saison

Stehen in der 2. Regionalliga vor einer schweren Saison: Niko Koudas, Maik Koch, Alexander Tripel, Lukas Lewucha (hinten, von links), Trainer Amir Hujic, Tim Tripel, Christoph Lüsebrink, Kevin Bekendorf, Reinhard Foith (mitte, von links) sowie Mannschaftsbetreuer Babi Arvanitakis, Calvin Arvanitakis, Norman Arvanitakis und Julian Navarro (vorne, von links). Es fehlt Mamadou Kouyate. - Fotos: K. Zacharias

Lüdenscheid - Drei Spielzeiten in Folge waren die Baskets Lüdenscheid zuletzt dem Abstieg aus der 2. Regionalliga mehr oder weniger knapp entronnen. Zweimal erst am letzten Spieltag, in der Vorsaison in erster Linie deswegen, weil mit dem TSV Hagen und SC Borchen gleich zwei Konkurrenten vorzeitig zurückgezogen hatten.

Von Marc Kusche

Und jetzt? Wenn die neue Serie am Samstagabend mit einem Heimspiel gegen die BG Biggesee beginnt (20 Uhr, Sporthalle am Stadtpark), dann ist das Ziel einmal mehr der Klassenerhalt. Und das, daran lässt auch Amir Hujic, Dauerbrenner auf der Trainerbank, keine Zweifel, „dürfte für uns so schwer werden wie noch nie“.

Da ist zum einen die Konkurrenz. Erstregionalliga-Absteiger BBG Herford peilt mit einem runderneuerten, qualitativ hochwertigen Team den direkten Wiederaufstieg an, auch die beiden Aufsteiger TSVE Bielefeld und Schwelm gelten alles andere als Fallobst. Beide haben nicht nur ihre Oberliga-Meisterkader nahezu komplett gehalten, sondern sich weiter verstärkt. Und alle weiteren letztjährigen Ligarivalen, die die Baskets durchweg deutlich hinter sich gelassen hatten, haben sich zumindest nicht verschlechtert.

Und die Baskets selbst? Besonders schwer wiegt der Ausfall von Bastian Kordyaka, der wegen anhaltender Knieprobleme seine Karriere beenden musste. „Als Spieler auf der Centerposition mit seiner Routine und als Führungspersönlichkeit kaum zu ersetzen“, so Hujic, der auf der Verlustliste noch drei weitere Akteure hat: Aufbauspieler Arne Bencker zog es zum heutigen Auftaktgegner BG Biggesee, mit Max Lüke (Auslandsaufenthalt) und Lorenz Winter (studienbedingt) haben zwei weitere konstante Punktesammler die Baskets zwar nicht verlassen, stehen aber höchstens sporadisch zur Verfügung.

Last-Minute-Zugang Mamadou Kouyate

Während zumindest auf der Centerposition mit „Last-Minute-Verpflichtung“ Mamadou Kouyate, Reinhard Foith nach überstandenem Kreuzbandriss und Christoph Lüsebrink drei gestandene Akteure zur Verfügung stehen, läuft nahezu der gesamte restliche Kader unter dem Projekt „Jugend forscht“. So können die Arvanitakis-Brüder, Bekendorf, Lewucha und Koch allesamt noch in der U18 bzw. gar zum Teil U16 auflaufen. „Sie sollen an das Niveau im Herrenbereich herangeführt werden, was bei weiteren Youngstern wie Niko Koudas und Tim Tripel schon sehr gut gelungen ist“, hofft Hujic auf ein möglichst schnelles Akklimatisieren.

Indes: Das bisher einzige Pflichtspiel – 53:74-Pokalpleite beim Oberligisten Barop – sorgte auch beim Bosnier am vergangenen Sonntag für große Nachdenklichkeit: „Keine Frage, die Jungs sind willig, wollen lernen, sind im Training mit Begeisterung dabei. Aber wenn es dann in den Spielen mal nicht läuft, verfallen sie in Hektik oder lassen zu schnell die Köpfe hängen. Es fehlt uns schlichtweg noch ein Akteur, der in solchen Phasen Ruhe ins Spiel bringt und an dem sich die Youngster aufrichten können“, hätte Hujic zu gerne noch einen Routinier – am liebsten für die Aufbauposition.

Das jedoch dürfte frühestens in der Winterpause möglich sein, und so gilt es im ersten Saisonspiel gegen den südwestfälischen Kontrahenten BG Biggesee, der einen Platz in den „Top 3“ anpeilt und als klarer Favorit ins Match geht, möglichst gut und lange dagegenzuhalten. Fehlen werden allerdings Bekendorf, Koch (beide Klassenfahrt) und Lewucha, der sich einen Nasenbeinbruch zugezogen hat.

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