Bundesfinale als Fernziel für das MK-Youngster-Trio

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Neben ihrem Engagement bei den Baskets Lüdenscheid laufen Niko Koudas (links) und Haris Hujic zusammen mit dem Nachrodter Marcel Keßen bei den Phoenix Hagen Juniors in der NBBL auf.

Kreisgebiet - Es war der größte Erfolg der noch jungen Vereinsgeschichte, als die Basketballer der Phoenix Hagen Juniors im Frühjahr den dritten Rang beim „Top 4“ der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) in Bamberg belegten und mit dem jetzigen BBL-Spieler Sören Fritze auch den „MVP“, also den wertvollsten Spieler, stellten. 

Am Dienstag findet der Neuaufbau bei den Juniors statt. Mit Marcel Keßen (Nachrodt), Haris Hujic (Schalksmühle) und Niko Koudas (Lüdenscheid) sind auch drei heimische Nachwuchstalente dabei, die diese Saison das Trikot der Hagener Feuervögel tragen.

Für zwei Drittel des Trios ist das Ganze nur bedingt Neuland. Aufbauspieler Haris Hujic und Center Marcel Keßen gehören schon seit Jahren dem Kader der Phoenix Hagen Youngster, die in der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) aktiv sind, an und zählten vor ihrem altersbedingten Wechsel zu den Leistungsträgern im JBBL-Teams.

Auch in der neuen Mannschaft ist das Duo, das überdies zusammen in den Nachwuchs-Nationalmannschaften des Deutschen Basketball Bundes (DBB) aktiv ist, bereits fest integriert, gehört regelmäßig zur „Starting Five“ und zu den Leistungsträgern. Gründe für diese schnelle Integration gibt es mehrere. „Dadurch, dass wir drei alle schon bei unseren Stammvereinen in den Herrenmannschaften auf hohem Niveau spielen, fiel uns die Umstellung spielerisch nicht ganz so schwer. Einzig bei der Größe haben die älteren Jahrgänge natürlich teilweise einen Vorteil“, erklärt Haris Hujic. Hinzu kommt, dass Hujic und Keßen bereits lange in der JBBL zusammengespielt haben und daher die Bewegungen des anderen gut kennen. „Wir beide spielen gut zusammen, weil unsere Abstimmung über Jahre hinweg zusammengewachsen ist. Das zeigt sich jetzt auch in der neuen Mannschaft“, beschreibt Keßen, der wie Hujic als Jahrgang 1997 zu den jüngsten Spielern im Kader zählt und bei den Herren von NOMA Iserlohn bereits Erfahrung in der 1. Regionalliga sammelte, die Situation.

Spätstarter Nico Koudas

Eine ganz neue Erfahrung ist die NBBL, die höchste Nachwuchsspielklasse in Deutschland, dagegen für Niko Koudas. Der Shooting Guard der Baskets Lüdenscheid, der vor drei Jahren überhaupt erst anfing, Basketball zu spielen, empfahl sich in diesem Sommer über die offenen Tryouts auf Anraten von Baskets-Coach Amir Hujic für einen Platz bei den Feuervögeln. „Für mich ist es eine tolle Erfahrung, da das Niveau doch deutlich höher ist als in den anderen Jugendligen. Da freut es mich sehr, dass ich die Trainer in Hagen überzeugen konnte und einen Platz im Kader habe“, erklärt der Lüdenscheider. Um sein eines Jahr in Hagen – Koudas kann als Jahrgang 1995 nur noch bis Saisonende in der NBBL spielen – richtig zu nutzen, nimmt der Lüdenscheider wie seine beiden Mannschaftskollegen wenig Freizeit in Kauf. Insgesamt sind schließlich pro Woche fünf Trainingseinheiten und zwei Spiele Pflicht.

Kein guter Start in die Saison

Rein sportlich läuft es bei den Juniors indes noch nicht richtig rund. Das zu großen Teilen neu formierte Team tat sich in der bisherigen Saison in der Staffel West lange schwer und holte aus sieben Spielen bislang einen Sieg. „Wir hatten zu Beginn der Saison noch Probleme in der Abstimmung. Aber mittlerweile klappt das Zusammenspiel viel besser“, sagt Hujic, der mit einem Schnitt von 14,6 Punkten zusammen mit Marcel Keßen (16,0 Punkte im Schnitt) zu den Top-Scorern der Hagener zählt.

Dass man mit dieser bislang überschaubaren Punkteausbeute nach den erfolgreichen Leistungen der Hagener in den vergangen beiden Jahren hinter den eigenen Erwartungen zurückbleibt – das sieht das Trio nicht so. „Von außen waren die Erwartungen sicher höher an uns. Aber wir selbst sind uns bewusst, dass wir in diesem Jahr einen Neuaufbau betreiben, dass es nicht so einfach wird“, sagt Hujic. Für die mittelfristige Zukunft sind die Ziele aber dennoch hoch gesteckt. „Natürlich wäre es toll, wenn wir in unserer Zeit in den nächsten Jahren noch einmal das ‘Top 4’ erreichen“, sagt Marcel Keßen und spricht damit wohl stellvertretend für seine Teamkollegen.

Wesley Baankreis

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