Baskets-Kantersieg, aber: Die Tabellenführung ist relativ

Niko Koudas (rechts) steuerte 15 Punkte zum Auswärtserfolg der Baskets Lüdenscheid beim TSV Hagen 1860 bei. Foto: Krüger

HAGEN - Es war streng genommen die Fortsetzung der Vorbereitung: Der TSV Hagen 1860, erster Gegner der Baskets Lüdenscheid in der neuen Zweitregionalliga-Saison, präsentierte sich schlicht nicht konkurrenzfähig. Einen 89:48 (24:5, 25:17, 20:6, 20:20)-Erfolg feierten die Bergstädter in der Sporthalle Altenhagen am Samstagabend – dementsprechend zufrieden waren die Verantwortlichen bei den Märkern, beeilten sich aber, den Kantersieg und die damit verbundene Tabellenführung zu relativieren.

„Der TSV ist für mich neben Borchen erster Abstiegskandidat“, meinte Baskets-Betreuer Babi Arvanitaktis schon in der Halbzeitpause, und auch Baskets-Coach Amir Hujic sah die 1860er vor einer schweren Spielzeit. Die eigene Fünf dagegen setzte das um, was sich das Trainer-Duo Hujic/Zarkovic vorgestellt hatte: aggressiv in der Deckung spielend, mehrere Optionen im Angriff nutzend, mit einem starken Center Bastian Kordyaka, der den Hagenern kaum einen Rebound unter dem Baskets-Brett ließ. In der Summe ein Rezept, das dem TSV gar nicht bekam.

Einzig beim 2:0 (1.) lag der Gastgeber ganz kurz in Führung. Danach spielten die Lüdenscheider ihre Möglichkeiten aus, zuerst mit Kordyaka unterm Korb, dann auch mit Lorenz Winter sowie Haris Hujic, der zwei Drei-Punkte-Würfe zur 24:5-Führung nach dem ersten Viertel beisteuerte.

Hagen dagegen wies eine erschreckend schwache Trefferquote aus der Distanz und von der Freiwurflinie auf, die sich erst im zweiten Viertel etwas verbesserte. Der Kanadier Keenan Milburn übernahm Verantwortung, musste aber auch viel im Alleingang machen. Immerhin bedeuteten seine zehn Punkte in diesem Durchgang – darunter zwei „Dreier“ – eine gewisse Ergebnis-Korrektur zum 16:31 aus Hagener Sicht (15.). Zwar ließen die Lüdenscheider einige gute Gelegenheiten ungenutzt, doch ein starker Schlussspurt führte zu 27 Punkten Vorsprung zur Halbzeit (49:22).

Nach dem Seitenwechsel drehten die Baskets noch einmal richtig auf, 20:6-Punkte in den dritten zehn Minuten sprachen eine deutliche Sprache. Mit zunehmender Spieldauer schonten Hujic und Zarkovic ihre Stammkräfte, doch fügte sich auch Youngster Julian Navarro gut ein – und Lukas Lewucha war es vorbehalten, mit einem „Dreier“ zwei Sekunden vor Schluss die letzten Punkte des Spiels zu machen.

Axel Krüger

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