Mit den Dreier-Versuchen beginnt der Untergang

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Savas Kyriakidis (l.) war in der Anfangsphase einer der besten Baskets-Spieler, konnte das Debakel gegen Breckerfeld um den Ex-Lüdenscheider Markus Burges (r.) aber nicht verhindern.

BRECKERFELD -  Zumindest achtbar in der Winterpause verabschieden wollten sich die Baskets Lüdenscheid. Doch daraus wurde am Samstagabend nichts. Im Nachbarschaftsduell der 2. Basketball-Regionalliga kassierten die Bergstädter beim Tabellendritten TuS Breckerfeld eine herbe 76:115 (23:14, 16:39, 14:30, 22:32)-Klatsche. Und damit waren die Baskets sogar noch gut bedient, nachdem die Hansestädter das Hujic-Teams phasenweise vorführten.

Dass der Abend in der Nachbarstadt für die Lüdenscheider am Ende einem Debakel endete, lag vor allem an einer extrem schlechten Wurfauswahl der Lüdenscheider, deren Untergang mit sechs verworfenen Dreiern in Serie im zweiten Viertel begann und Breckerfeld binnen 88 Sekunden aus einem 14:23 (10.)-Rückstand ein 21:23 (12.) machte. Drei Minuten verteidigten die Lüdenscheider anschließend noch ihren Vorsprung bis zum 32:30 (15.), bevor Poerschke den TuS mit seinem vierten Treffer jenseits der Dreierlinie in Folge erstmals in Führung brachte. Im Anschluss übernahm Breckerfeld komplett das Kommando und setzte bis auf 53:39 zur Pause ab.

Damit war der gute Start der Gäste bereits zur Pause nahezu vollends verspielt. Und das, obwohl die Baskets trotz fehlender Center stark loslegten. Kyriakidis, Lüsebrink und Winter sorgten trotz unterlegener Körpergröße für viel Druck unter den Körben, holten zahlreiche Rebounds und machten auch in der Offense viel richtig. So musste TuS-Center Dittmann bereits nach sechs Minuten und seinem dritten Foul für längere Zeit auf der Bank Platznehmen und die Gäste setzten sich von 12:8 (6.) bis auf 23:12 (9.) ab.

Lorenz Winter mit drei technischen Fouls

Nachdem Breckerfeld aber wieder dran war, ließen das Hujic-Team von der zuvor so erfolgreichen Strategie ab, versuchte sich fast ausschließlich in Distanzwürfen und verlor zunehmend den Anschluss. Negativer Höhepunkt aus Lüdenscheider Sicht war das dritte Viertel. Nachdem Breckerfeld beim 66:45 (24.) trotz direkt folgenden Ausscheidens von Dittmann (fünftes Foul) erstmals mit mehr als 20 Punkten führte, gelang Lorenz Winter, der bereits im zweiten Viertel ein technisches Foul kassierte, das Kunststück nach zwei weiteren Diskussionen (25.) das Spiel mit eigentlich nicht möglichen drei Technischen Fouls (25.) vorzeitig zu verlassen. Im letzten Viertel führte der TuS, dem dem Ex-Basket Markus Burges mit 13 Punkten ein starkes Spiel machte, dann förmlich vor und machte das Debakel perfekt.

Wesley Baankreis

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