Abstiegskampf ab sofort ohne Kouyate

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Am 13. Dezember bei der unglücklichen 91:93-Niederlage in Münster absolvierte Mamadou Kouyate sein letzten Spiel für die Baskets Lüdenscheid. Ab sofort steht der Center den abstiegsbedrohten Bergstädtern nicht mehr zur Verfügung.

Lüdenscheid - Mehr als vier Wochen ist es jetzt her, dass die Baskets Lüdenscheid ihr letztes Spiel absolviert haben. Trotz zwischenzeitlicher 15-Punkte-Führung setzte es im Kellerduell beim UBC Münster II noch eine 91:93-Niederlage, sodass die Bergstädter als punktloses Schlusslicht überwintert haben.

Von Marc Kusche

Am Samstag nun steht zum Hinrunden-Ausklang gleich ein ultimatives Endspiel auf dem Programm, wenn der Tabellendrittletzte Baskets Paderborn II ab 19 Uhr in der Sporthalle am Stadtpark zu Gast ist. Vier Punkte haben die Ostwestfalen auf ihrem Konto, sodass die Ausgangslage für die Hausherren klar ist: Bei einem Erfolg wären die heimischen Baskets wieder im Geschäft um den Klassenerhalt, bei einer weiteren Niederlage hingegen wäre der Zug für den Ligaverbleib quasi schon abgefahren.

Und dass es eher nach letzterem Szenario aussieht, hat seinen Grund: Ab sofort nämlich müssen die Lüdenscheider auf ihren Center Mamadou Kouyate, bis dato mit Abstand fleißigster und kontinuierlichster Punktesammler, verzichten. „Menschlich und auch sportlich ein ganz großer Verlust für uns, doch der Aufwand für beiden Seiten wäre einfach zu groß geworden“, stellt Trainer Amir Hujic klar, dass die Trennung ausschließlich organisatorische Gründe hat. Kouyate wohnt im rund 120 Kilometer entfernten Coesfeld, musste immer vom Hagener Bahnhof abgeholt und nach dem Training wieder dorthin gebracht werden. Ein Umzug ins Sauerland kam für ihn nicht in Frage, dazu ist er gerade Vater geworden.

„Man braucht da nicht mehr um den heißen Brei herumzureden. Es war für uns bis jetzt schon schwierig, jetzt wird es noch schwieriger. Klipp und klar: Es geht in die Richtung, dass wir in der nächsten Saison in der Oberliga spielen werden“, nimmt der Abstieg auch für Amir Hujic schon deutliche Konturen an. Nichtsdestotrotz möchte sich sein Team, zu dem jetzt auch verstärkt Christoph Lüsebrink aus der Reserve stoßen soll, am Samstag so teuer wie möglich verkaufen.

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