Dennis Nielsen ist der König der Springreiter

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Daniel Nielsen wurde auf Cashmoaker erstmals Deutscher Meister der Springreiter.

Balve - Zum großen Finale am Sonntagnachmittag bekamen die Zuschauer beim Balve Optimum ein Stechen der drei Besten im Kampf um die Deutsche Meisterschaft der Springreiter serviert. Den Titel sicherten sich mit einem fehlerfreien und schnellen Ritt der 26-jährige Daniel Nielsen und Cashmoaker.

Erst seit einem Jahr reitet Denis Nielsen den neunjährigen Hengst Cashmoaker. Doch die Partnerschaft des Duos brauchte nicht viel Entwicklungszeit. Im Finale um die Deutsche Meisterschaft der Springreiter bewies das Paar im Stechen zum Abschluss des Balve Optimum den längsten Atem und sicherte sich damit erstmals den nationalen Titel. „Dass wir jetzt schon die DM gewinnen, hätte ich nie gedacht“, gab Nielsen zu Protokoll.

Und zunächst hatte auch nicht allzu viel darauf hingedeutet, dass der 26-Jährige vom RUFG Falkenberg tatsächlich zur Goldmedaille reiten würde. Zwar waren die beiden nach der ersten Wertungsprüfung am Freitag aus zwei Umläufen fehlerfrei hervorgegangen, doch in Runde eins des zweiten Abschnittes am Sonntag fing sich Nielsen vier Strafpunkte wegen eines Abwurfs ein. Das gleiche passierte dem späteren Silbermedaillengewinner Holger Hetzel auf Legioner.

Nach drei von vier Umläufen des DM-Finales war damit lediglich Jörg Oppermann auf Che Guevara ohne jeden Strafpunkt. Dieses Duo hätte sich mit einem weiteren blitzsauberen Ritt die schwarz-rot-goldene Meisterschärpe beziehungsweise die entsprechende Schleife direkt sichern können, leistete sich aber schließlich im zweiten Umlauf gestern einen Schnitzer. Diese Runde indes absolvierten Nielsen und Hetzel wieder fehlerfrei, so dass das Trio im Stechen die Medaillen unter sich ausmachte.

Sportliche Höchstleistungen begeistern die Zuschauer

Und da zahlte sich schließlich das hohe Tempo von Cashmoaker aus. „Mein Pferd ist unheimlich ehrgeizig. Ich muss ihn zwischendurch etwas bremsen, damit wir auch mal ein bisschen auf den Füßen sind“, betonte Nielsen im Pressegespräch. Hetzel und Legioner durchquerten den Parcours im Stechen in 49,65 Sekunden fehlerfrei. „Ich wollte unbedingt eine ‘Null’ reiten“, rief Hetzel noch auf dem Weg zum Abreiteplatz – wohl mit der Vorahnung, dass die ausbaufähige Zeit ihm möglicherweise einen Strich durch die Titelrechnung machen könnte.

Oppermann ging als Zweiter ins Stechen und war auf Che Guevara in 44,73 Sekunden um einiges schneller. Allerdings kassierte das Paar vier Strafpunkte und war damit aus dem Kampf um Gold ausgeschieden. Nielsen schließlich blieb im Stechen strafpunktfrei und passierte nach 46,64 Sekunden die Lichtschranke – und griff sich nach diesem Kraftakt ungläubig an den Helm.

Balve Optimum 2015 - Erste Eindrücke

Der Gewinn des Deutschen Meistertitels ist für den 26-Jährigen der bislang größte Erfolg seiner Karriere. „Vor dem Start waren wir sehr fokussiert, vor dem Stechen sehr angespannt und nervös“, gab Nielsen Einblicke in sein Seelenleben während des Wettkampfes. Im vergangenen Jahr hatte er im Orletal mit dem Triumph im U25-Springpokal von sich reden gemacht – jetzt ist er erstmals der Beste bei den ganz Großen. „Seit ich Cashmoaker reite, geht es ständig bergauf“, jubelte der Falkenberger auf dem vorläufigen Gipfel.

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