Turnierchefin von Landsberg-Velen zieht positives Fazit

Turnierleiterin Rosalie von Landsberg (neben Bredo Graf zu Rantzau, Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung) zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf des Balve Optimum.

Balve - Der Abschluss war so, wie es sich Rosalie von Landsberg-Velen vorgestellt hat: Volle Tribünen, frühsommerliches Wetter, reichlich Publikumsverkehr auch auf den Ausstellermeilen, dazu nationaler und internationaler Spitzensport im Springstadion und im Dressur-Viereck. Das Balve Optimum war zum elften Mal Schauplatz der Deutschen Meisterschaften und bleibt für die Turnierchefin eine Erfolgsgeschichte.

Wer von Landsberg-Velen am Sonntag beobachtete, konnte jedoch feststellen, dass die Strapazen der vergangenen Tage nicht folgenlos geblieben waren. Leicht angeschlagen und mit kratziger Stimme zog die Optimum-Leiterin ein Fazit. Und das fiel, trotz kleinerer Startschwierigkeiten, positiv aus. Am Donnerstag zum Turnierauftakt war der Himmel noch wolkenverhangen, der Wind pfiff kühl durch die Sitzreihen, der Zuschauerzuspruch war – für den ersten Tag nicht ungewöhnlich – eher mäßig.

Je länger die Veranstaltung dauerte, desto mehr nahm sie Fahrt auf – nicht nur in sportlicher Hinsicht. Und pünktlich zum Abschluss am Sonntag strahlten nicht nur die Sieger ob ihrer Spitzenleistungen im Springen und der Dressur, sondern auch die Sonne mit voller Kraft. „Natürlich sind wir glücklich, weil das Wetter schon eine wichtige Komponente ist, um allen Beteiligten ein gutes Feeling zu vermitteln“, betonte von Landsberg-Velen. Eine Komponente freilich, die auch das umtriebige Organisations-Team von der Turniergemeinschaft Balve nicht beeinflussen kann.

Vieles andere aber schon, zumindest teilweise. So hatte das anfangs durchwachsene Wetter auch Auswirkungen auf die Parkplatzsituation auf den Wiesen rund um die Anlage. Die waren schlammig, der Boden aufgeweicht, ächzend unter der Belastung von unzähligen Autos. „Nächtelang haben wir Schotter gefahren“, unterstreicht die Freifrau, dass die Veranstalter nichts unversucht ließen, dieser Lage Herr zu werden. Das honorierte auch Dressur-Bundestrainerin Monica Theodorescu. Die außergewöhnlichen Noten der DM-Siegerinnen seien auch durch die tollen Bedingungen begünstigt worden, so ihre These.

Die Resonanz des Publikums mit insgesamt 22 500 Zuschauern an den vier Turniertagen schließlich stimmte von Landsberg-Velen über alle Maßen zufrieden: „Vor allem am Samstag hatten wir Full House. Mehr Kapazitäten haben wir gar nicht.“ Und so passte schließlich auch das Zusammenspiel zwischen dem Angebot der Veranstalter, den Aktiven und den Zuschauern. „Mich freut, dass so tolle Leistungen geritten wurden, denn ich denke, das eine hängt mit dem anderen zusammen“, so die Turnierchefin. In den vergangenen Jahren hatte die Besucherzahl stets um die 20 000 gelegen.

Nach dem Tod ihres Vaters Dieter Graf Landsberg-Velen am 15. April 2012 übernahm Rosalie von Landsberg-Velen die Verantwortung für das traditionsreiche Turnier, das noch mindestens bis 2016 Schauplatz der Deutschen Meisterschaften sein wird. „Und er ist sicher stolz, dass wir das alles hier so weiter führen“, ist sie überzeugt. - von Christian Müller

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