Badminton

Bitter: Spielwertungen verurteilen BSC Lüdenscheid zum Abstieg

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Spielen weiter in der Landesliga: Tomi Honarchian und Pascal Galleinus vom BC Herscheid.

Kreisgebiet – Mitte März war man beim Badminton-Landesverband Nordrhein-Westfalen (BLV-NRW) noch davon ausgegangen, die beiden letzten Spieltage der Saison 2019/20 trotz der Coronakrise zumindest bis Ende Mai nachholen zu können. „Die Entwicklung hat uns eines Besseren belehrt. Alle Spiele der letzten Spieltage mussten ersatzlos abgesagt werden, auch der individuelle Turnierbetrieb ruht auf unbestimmte Zeit“, teilt Miles Eggers, Referatsleiter Wettkampfsport O19 im BLV-NRW, den Vereinen jetzt mit.

Der für den Spielbetrieb bei den Erwachsenen zuständige Gelsenkirchener informierte die Aktiven auch über die in einer Telefonkonferenz festgelegte Auf- und Abstiegsregelung, die sich aus den Abschlusstabellen ergibt. Eggers: „Unsere Entscheidung in dieser noch nicht dagewesenen und auch in der Spielordnung nicht erwähnten Situation basiert auf dem Hochrechnen der Hinrundenspiele für die noch ausstehenden Begegnungen der Rückrunde. Die Ergebnisse der Hinrunde sind also für die fehlenden Rückrundenbegegnungen übernommen worden.“

Dieses Vorgehen habe man allen Bezirken empfohlen. „Gleichwohl haben wir die Möglichkeit offen gelassen, in Einzelfällen die Tabellensituation gesondert zu betrachten und andere Entscheidungen möglich zu machen“, so Eggers weiter. Davon sei allerdings nur wenig Gebrauch gemacht worden.

Im heimischen Bezirk Nord 2 bedeutet dies, dass der BC Herscheid als Landesligasechster den Ligaerhalt geschafft hat, da das für den finalen Spieltag vorgesehene Duell mit BSC Gütersloh wie in der Hinserie 4:4 gewertet wurde. Dadurch blieben die Herscheider einen Zähler vor den Ostwestfalen, die mit Vlotho II absteigen müssen.

In der Bezirksliga bekamen die punktgleichen Topteams Letmather TV und TV Städtisch-Rahmede ihre beiden noch ausstehenden Begegnungen gewonnen gewertet, so dass es beim knappen Letmather Vorsprung blieb und der LTV in die Landesliga aufsteigen wird. Neben dem bereits feststehenden Absteiger TuS Neuenrade muss auch der BSC Lüdenscheid die Liga verlassen, da die Partie gegen Letmathe mit 0:8 gewertet wurde und der TV Neheim durch die Wiederholung der beiden Hinserien-Unentschieden gegen die SG Unna und die SG Lendringsen/Leckingsen (jeweils 4:4) nunmehr einen Punkt auf dem Konto hat als die Bergstädter.

In der Bezirksklasse war BC Herscheid II ohnehin bereits gerettet, da es hier mit dem TuS Velmede-Bestwig nur einen Absteiger gibt.

Den Titeldreikampf der Kreisliga entschied StR Altena II aufgrund der Wiederholung des 8:0-Resultats gegen Mitbewerber SV Schmallenberg zu seinen Gunsten. BC Herscheid III bleibt mit zwei Siegwertungen zwar punktgleich mit den Breitenhagenern, ist in der Endabrechnung aber dennoch nur Zweiter. Knifflig auch der Ausgang in der Kreisklasse: Hier hatte sich BC Herscheid IV Hoffnungen gemacht, den führenden Plettenberger BV mit zwei Siegen, davon einen im direkten Duell, noch abfangen zu können – die Wiederholung des 4:4 aus der Hinrunde und vor allem das neuerliche 3:5 gegen den GSV Fröndenberg V verhindern dies aber. Der PBV steigt damit in die Kreisliga auf, Herscheid IV ist Zweiter.

Stimmen zur Entscheidung:

Günter Kairat (Vorsitzender BC Herscheid): „Das ist die vernünftigste Entscheidung. Diese Situation ist noch nie dagewesen und der Verband musste es allen recht machen. Unsere 1. Mannschaft hat sicherlich Glück gehabt, denn Gütersloh war auf einem guten Weg und ein erneutes Unentschieden wäre fraglich gewesen. Unsere 3. und 4. Mannschaft sind zufrieden mit ihren Abschlussplatzierungen. Da gibt es keinen Grund zu meckern.“

Bastian Weiß (Pressesprecher BSC Lüdenscheid): „Wir können aufgrund des Abstiegs unserer 1. Mannschaft mit dieser Entscheidung natürlich nicht gänzlich zufrieden sein, es gibt von daher Leute bei uns im Verein, die mächtig angefressen sind. Im Gesamtkontext ist es aber eine plausible Regelung, für uns aber ist es unglücklich gelaufen. Doch es gibt ja noch Hintertürchen, wir wollen und werden auf jeden Fall alles versuchen.“

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