Handball

Wiedersehen nach 25 Jahren

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Drei Protagonisten von einst und der Nachwuchs: (von links) Gert Schulte, Maxim Pliuto, Bernd Ferinac mit Tochter Marie, Victor und Nikita Pliuto.

Schalksmühle – Es hätte nach 25 Jahren ein Treffen an alter Wirkungsstätte werden können, wenn die SGSH Dragons ihr Heimspiel gegen den OHV Aurich an der Mühlenstraße in Halver ausgetragen hätten. So besuchte Victor Pliuto seine ersten Sportbekanntschaften in Deutschland aber halt am Schalksmühler Löh.

Die Freude über das Wiedersehen mit Gert Schulte, dem damaligen Vorsitzenden der SG Halver-Oeckinghausen, und Bernd Ferinac, der neben dem Rückraum-Shooter Pliuto im SG-Landesliga-Team der Spielmacher gewesen ist und dem Weißrussen auch sonst auf seiner ersten Station in Deutschland half, wo Hilfe benötigt wurde, war dennoch groß.

Von 1992 bis 1994 spielte Victor Pliuto für die SG Halver-Oeckinghausen und war der Leistungsträger, der dem Team in einer nicht so leichten Zeit weiterhalf. Pliuto zog es danach weiter nach Marienhafe – und dort ist er bis heute geblieben. Dort trainierte er nach seiner aktiven Zeit viele Jahre die Verbandsliga-Handballer des Orts. Dort wurden seine Söhne Maxim und Nikita groß – und führten ihn nun als Youngster im Auricher Drittliga-Team zurück ins Sauerland.

Zumindest für einen Tag. Maxim, der kräftige Kreisläufer, und Nikita, der schnelle Außen, gingen dabei einen ähnlichen Weg wie der Vater, suchten den sportlichen Erfolg im Internat von Melsungen (Vater Victor war seinerzeit nach Minsk gewechselt als Jugendlicher) – und kehrten nach der Jugendzeit zurück nach Marienhafe und wechselten sportlich zum OHV, für den sie am Samstagabend eine gute Figur machten. Beide standen in der Startsieben und durften fast durchspielen.

Ans Sauerland werden sie auch wegen eines besonderen Handball-Erlebnisses mit dem Punktgewinn beim Tabellenführer gerne zurückblicken.

Einsatz von Vukas fraglich

Der Tabellenführer wird die Partie auch nicht so schnell vergessen. Das erste Spiel ohne Stefan Neff auf der Bank lief nicht so wie erhofft, der erste Punktverlust stand am Ende zu Buche. Doch Hans-Peter Müller, der bisherige Co-Trainer, der nun mit Torwarttrainer Matthias Reckzeh zusammen die Mannschaft führt, blickt nach vorne und damit auch auf die Organisation im Innenverhältnis des Drittligisten. Die Dinge müssen neu sortiert werden. Am Samstag hatte sich zu Müller und Reckzeh auch der Sportliche Leiter Axel Vormann auf die Bank begeben.

Müller begrüßt das, denn wenngleich er seinen alten Aufgabenbereich behalten möchte, erlebte er das erste Spiel auf der Dragons-Bank ohne Neff natürlich anders als vorher. „Man wird innerlich ganz anders mitgezogen“, sagt der Trainerfuchs, der nun der Handelnde von der Bank war und nicht mehr der Chefberater des Handelnden, „ich bin nach Schalksmühle gekommen, um zu helfen – und jetzt brauche ich vielleicht genau diese Hilfe. Die Idee, von demjenigen, der mit ein bisschen Ruhe und Abstand auf die Dinge schaut und die gedankliche Freiheit hat, die ich bisher gehabt habe.“

Vormann unterstützt Müller auf der Bank

Genau deshalb weiß Müller die Hilfe von Axel Vormann dieser Tage sehr zu schätzen. In diesem Sinne geht der Blick nach vorne und damit auf den Samstagabend, wenn der Longericher SC nach Halver kommen wird. Wieder ein Topspiel, wieder eine kernige Aufgabe. Die Vorfreude aufs Spiel wird allerdings direkt zu Wochenbeginn durch zwei Personalien getrübt. Die Nummer eins im Tor, Ante Vukas, droht auszufallen. In der vorletzten Spielminute hatte sich der Keeper gegen Aurich eine Fingerverletzung zugezogen.

Die Diagnose macht den Dragons zwar Mut (Müller: „Es ist nichts gebrochen oder gerissen, bei den Schmerzen hatte ich noch Schlimmeres befürchtet.“) – der Finger indes war ausgekugelt, die Kapsel ist beschädigt. Eine Pause von sieben bis zehn Tagen ist da der Normalfall. Ob mit einem besonderen Tape-Verband etwas möglich ist, wird man sehen müssen. Einen Rückschlag gab es zudem für David Bleckmann. Der wärmte sich gegen Aurich nach seiner langen Pause auf, als er wieder Schmerzen im Bauchmuskelbereich spürte. Ein Rückfall, bei dem unklar ist, wie lange sich die Pause für Bleckmann, der regelrecht deprimiert war ob der neuerlichen Probleme, noch hinziehen wird.

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