Neuer Tennisverein: LTC Augustenthal

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Die Fusion ist besiegelt: (von links) Marcus Höh, Jörg Egli, Karin Schulze-Kersting, Michael Wirth und Ulrich Pfeiffer.

Lüdenscheid - Gegen 22 Uhr am Freitag  war es vollbracht: Ulrich Pfeiffer setzte im Mercure Hotel die letzte Unterschrift unter den „Verschmelzungsvertrag“ zwischen dem „Lüdenscheider Tennis-Club seit 1970“ und dem „Turnverein Augustenthal 09“. Der neue 1. Vorsitzende besiegelte somit die Gründung des „Lüdenscheider Tennis-Club Augustenthal“.

Ab dem 1. April 2014 gehen „Rechte und Pflichten beider Vereine auf den Verschmelzungsverein über“. Pfeiffer, der das Amt des 1. Vorsitzenden zuvor beim TVA ausgeübt hatte, sagte unmittelbar nach der Unterschrift: „Ein weinendes Auge ist dabei, aber ich freue mich, dass die Fusion sehr gut über die Bühne gegangen ist. Wir müssen nach vorne gucken.“ Michael Wirth (neuer 2. Vorsitzender, zuvor LTC), sprach von einem „historischen Moment für Tennis in Lüdenscheid.“

Im Beisein von Notar Marcus Höh, Karin Schulze-Kersting (Vereinsberaterin des Landessportbundes) und beider Vorstände, hatten 49 TVA-Mitglieder und 38 LTCer zuvor den Verschmelzungsvertrag einstimmig beschlossen. Bei den Vorstandswahlen setzte sich Pfeiffer bei der Wahl zum 1. Vorsitzenden gegen Dr. Andreas Kocjan (zuvor 1. Vorsitzender des LTC) durch, neuer Kassenwart ist Dr. Jörg Egli.

Für beide Vereine bedeutet die Fusion eine „win-win“-Situation: Der TV Augustenthal bringt eine stattliche Mitgift aus dem Erlös der Aufgabe des Vereinsgeländes zugunsten der Firma Selve mit. Desweiteren schlagen von nun an 156 ehemalige Augustenthaler, davon 37 aus der Turnabteilung, auf der Tennis-Anlage am Nattenberg auf. Diese sind zum Großteil deutlich jünger als ihre neuen Kollegen (110 LTCer) und in mehr Wettkampfklassen vertreten als der LTC, der in der 2013 nur zwei Liga-Mannschaften (Herren 60 und Herren 70) stellte. Rolf Klee, seit Jahrzehnten beim LTC, frohlockt: „Das ist eine Frischzellenkur, wir freuen uns auf mehr junge Leute. Das wird die Vereinsstruktur beleben.“

Der TVA profitiert von der zentral gelegenen Anlage am Nattenberg, Pfeiffer: „Weil die jungen Spieler heute länger in der Schule sind, blieb kaum noch Zeit für die Eltern, abends bis nach Augustenthal und zurück zu fahren. Außerdem lag unsere Anlage quasi mitten auf dem Betriebsgelände der Firma Selve.“ Wie der TVA auch, steht der LTC finanziell auf gesunden Füßen, keinem Verein entsteht ein Nachteil.

Um Austritten vorzubeugen, setzte der Vorstand für drei Jahre die Jahresbeiträge für Bestandsmitglieder auf fünf (Erwachsene) bzw. drei Euro (Kinder) fest. Neue Mitglieder müssen 150 Euro pro Jahr ausgeben, Kinder-Mitgliedschaften kosten 30 Euro.

„Ab morgen beginnt die Arbeit, wenn wir zusammenhalten, dann klappt das“, meint Pfeiffer. Erste Bewährungsprobe des neuen Klubs: Am Samstag (29.3.) stand die gemeinsame Platzpflege auf dem Programm.

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