TuS Plettenberg unterliegt und feiert den Aufstieg

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„Atemlos durch den Kreis“ und „Meister, Pokalsieger, Aufsteiger“ war auf den Aufstiegstrikots des TuS Plettenberg zu lesen. Gespritzt wurde nach dem Schlusspfiff in Kaan-Marienborn mit allem, was Kohlensäure hatte.

Siegen - Es wurde zwar kein Spaziergang, aber auch nicht das ganz große Zitterspiel: Trotz eines frühen Rückstands und der daraus letztlich resultierenden 1:0 (1:0)-Niederlage beim 1. FC Kaan-Marienborn II durfte der TuS Plettenberg am Sonntag nach zwei Jahren die Rückkehr in die Bezirksliga feiern.

 Der 3:0-Vorsprung aus dem Hinspiel am Donnerstag reichte, um nach A-Liga-Meisterschaft und Kreispokalsieg das „Triple“ perfekt zu machen. Zehn Jahre nach dem Sprung mit Hellas Lüdenscheid in die Landesliga durfte Trainer Kosta Michailidis wieder einen Aufstieg feiern.

Auf dem letzten Abschnitt des Weges dorthin machte es der Siegener Vize den ungewohnt nervös beginnenden Plettenbergern aber noch einmal schwer. Der TuS verlor anfangs viel zu schnell den Ball. Nach Semos mit gelb geahndetem Foul in Mittelfeld schlug Pahl den Freistoß in den Strafraum, Kaans Torjäger Brühl verlängerte per Kopf und Habibi bekam die Kugel erst hinter der Linie zu fassen (8.) – ein Treffer, den die Gäste so wenig gebrauchen konnten wie Bauchschmerzen.

„Ruhig bleiben“, rief Michailidis seiner Mannschaft zu, „Tempo machen“ stachelte Andreas Koch die „Käner“ an. Das war‘s aber auch fast schon mit der Unterstützung für den 1.FC, denn auf der Tribüne gaben knapp 200 TuSler den Ton an.

Auch auf dem Platz wurde Plettenberg Mitte der ersten Halbzeit stärker. Guerrieri hätte Aslans Querpass fast ausgenutzt (22.), auf der Gegenseite musste Habibi nur bei einem weiteren Freistoß zupacken – wieder hatte Pahl geflankt und Brühl geköpft (36.). Dann zischte Steve Langs Flachschuss knapp am Pfosten vorbei (38.), steuerte Kosakowski allein auf Hoffmann zu, doch sein Schlenzer verfehlte das Ziel (41.). Bei Barrenas Bogenlampe (45.+4) war Hoffmann zur Stelle.

In der zweiten Halbzeit wurden Kaans Antreiber Heupel und Brühl müder, der TuS kontrollierte das Spiel nun besser, ließ nichts mehr zu und verpasste bei Stremels Kopfball an den Pfosten (74.), Guerrieris Direktabnahme nach Altinsoys Flanke (81.), Stremels Geschoss an die Lattenunterkante und den von Hoffmann parierten Nachschuss Langs (82.) den Ausgleich. Doch auch so reichte es am Ende zum Aufstieg. - von Michael Jeide

1. FC II: Hoffmann – Prabucki, Rohn, Tr. Meyer, Aslan (89. Daub), Xhaferi, Ruiz-Caravaco (60. Ta. Meyer), Heupel, Pahl, Brühl, Bayer

TuS: Habibi – Sachsenröder, Barrena, Rattelsberger, Papadopoulos, Lang, Semo (47. Dintinger), Kosakowski (65. Altinsoy), Stremel (88. Hegemann), Catalano, Guerrieri

Schiedsrichter: Adler (Schmallenberg)

Tor: 1:0 (8.) Brühl

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