SpVgg Nachrodt ist das Team der Stunde

+
Eine echte Einheit, eine sehr erfolgreiche noch dazu: Mit dem 2:0-Erfolg bei der DJK Bösperde wahrte Aufsteiger SpVgg Nachrodt um Trainer Uwe Hartmann seine blütenweiße Weste.

Nachrodt - Uwe Hartmann strahlte im Mendener Dauerregen über beide Ohren, klatschte auf dem Bösperder Kunstgrün jeden seiner klitschnassen Schützlinge ab. Die Kicker der SpVgg Nachrodt hatten in einem unterhaltsamen 90-Minüter soeben den vierten Sieg im vierten Spiel eingefahren und einmal mehr überzeugt.

Beim 2:0-Erfolg bei der destruktiv agierenden DJK Bösperde lief es spielerisch zwar diesmal nicht so rund wie in den Wochen zuvor, dafür stimmten Einsatz, Wille und Leidenschaft. Die Tabellenführung des Aufsteigers in der Fußball-Kreisliga A Iserlohn – sie ist alles andere als ein Zufallsprodukt.

Als Torjäger Fabian Sedlaczek in Minute 89 erst seinen grimmigen Bewacher Adrian Hojdem vernaschte, im höchsten Tempo auf Jaskowski zusteuerte, lässig den DJK-Keeper umkurvte und zum 0:2 einschob, stürmten alle Feldspieler der Grün-Schwarzen auf den Torschützen zu. Es war eine Jubeltraube aus purem Adrenalin und spiegelte exakt das wieder, was die Elf von Uwe Hartmann in diesen Tagen auszeichnet. Da steht eine Mannschaft auf dem Platz, eine echte Einheit. Da kämpft einer für den anderen, die Körpersprache stimmt. Bei Ballverlusten oder Fehlpässen gibt es aufmunternde Worte statt Schuldzuweisungen. Kurzum: Diese Mannschaft lebt von ihrer Geschlossenheit und der Qualität in der Offensive. Den aktuellen Erfolg allein mit der Aufstiegseuphorie zu begründen, wäre schlichtweg der falsche Ansatz.

Unterstützt wurden die Nachrodter in der Hönnestadt von rund 20 mitgereisten Anhängern, die sichtlich mit großer Begeisterung und auch mit Stolz den Höhenflug ihrer Mannschaft begleiten. Erfreulich ist zudem, dass die Verantwortlichen und das Umfeld die Situation richtig einzuschätzen wissen. Trainer Uwe Hartmann betont immer wieder aufs Neue, dass seine Erfolgself „jetzt nicht abheben“ und auf „dem Teppich bleiben“ werde. Er mahnt Woche für Woche vor den Gegnern, verlangt von seinen Schützlingen stets ein Höchstmaß an Disziplin und Einsatzbereitschaft.

Rund um das Wilhelm-Mestekämper-Stadion weiß man, dass es demnächst Rückschläge geben kann und vermutlich auch geben wird. Denn bei allem Respekt vor Menden Türk, SV Deilinghofen-Sundwig, SC Hennen II und DJK Bösperde – Schwergewichte der Liga waren die bisherigen Kontrahenten der Sportvereinigung beileibe nicht.

Wohin der Zug für die Nachrodter tatsächlich hinführen könnte, wird man vermutlich am nächsten Sonntag sehen. Dann gibt sich mit den Sportfreunden aus Hüingsen der Topfavorit die Ehre beim Neuling. Die Sportfreunde um Trainer Mario Droste und Torjäger Rene Weißbach aber hinken bislang den eigenen Ansprüchen hinterher, holten am Sonntag beim 3:1 gegen den MSV Iserlohn erst den ersten „Dreier“. Die Truppe von „Super Mario“ steht damit bei der erfolgshungrigen SpVgg schon gehörig unter Druck. Es dürfte ein echter Leckerbissen und ein wahres Topspiel werden.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare