Erfolgreiches Jahr der SpVgg Nachrodt

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Stellt dank seiner Schnelligkeit und guten Ballbehandlung seine Gegenspieler auf der rechten Außenbahn Woche für Woche vor Probleme: Nachrodts Flügelflitzer Lukas Rathmann.

Nachrodt - Das Sahnehäubchen blieb beim enttäuschenden 4:4-Unentschieden zum Hinrundenfinale gegen Schlusslicht VfL Platte-Heide zwar aus, dennoch war das Jahr 2015 für die Kicker der SpVgg Nachrodt ein überaus erfolgreiches.

Nach der verdienten Meisterschaft in der Kreisliga B-West wirbelte der Aufsteiger das Iserlohner Kreisoberhaus vor allem in den ersten Wochen dieser Serie mächtig auf, führte das Tableau bis zum sechsten Spieltag an und beendete die erste Saisonhälfte mit 28 Punkten als guter Tabellenvierter.

Die Sportvereinigung ist ohne jeden Zweifel eine Bereicherung für die A-Liga, in der die Einheit von Trainer Uwe Hartmann nach 14 Spieltagen nur hauchdünn die 30-Punkte-Marke verfehlte. Platte-Heide lässt grüßen. „Wir sind als Vierter absolut im Soll, hätten aber durchaus noch den einen oder anderen Punkt mehr holen können. Unterm Strich aber überwiegt die Zufriedenheit“, betont Uwe Hartmann.

Vor allem in den Spitzenspielen gegen Liga-Primus Eintracht Ergste (2:2), SF Hüingsen (1:1) und GW Menden (3:3) begegneten die Grün-Schwarzen ihren Gegnern auf Augenhöhe, hätten mit etwas Glück und einem Schuss mehr Entschlossenheit diese Duelle sogar gewinnen können. Aus der Reihe fielen in der Hinrunde lediglich die 2:6-Klatsche bei Vatanspor Hemer sowie eben das vollkommen unnötige 4:4 gegen Platte-Heide. Es waren zwei Partien, in denen der Neuling nicht die passende Einstellung und somit auch nicht zu seinem Spiel fand.

Den Grundstein zu einer erfolgreichen ersten Saisonhälfte legten die Verantwortlichen der Sportvereinigung im Sommer. Der Vorstand schenkte dem kompletten Meisterteam der Vorsaison das Vertrauen und verstärkte das Team nur punktuell. Bei der Verpflichtung von Torhüter Sebastian Psotta, vor allem aber bei Antreiber Matthias Langer bewies die sportliche Leitung ein goldenes Händchen. Der kickende Co-Trainer Matthias Langer übernahm von Anfang an Verantwortung, ist Kopf dieser Mannschaft und zugleich erfolgreichster Torschütze der SpVgg. In 14 Partien traf der Leader satte 15 Mal ins Schwarze.

Da Torjäger Fabian Sedlaczek auch in der A-Liga seine Torjägerqualitäten eindrucksvoll unter Beweis stellt, Lukas Rathmann auf der rechten Außenbahn weiterhin für reichlich Alarm sorgt, Christopher Fanieng auf der Sechser-Position mit hoher Spielintelligenz aufwartet und Abwehrchef Denis Mynarek sein Handwerk ohnehin versteht, stellen die auch in der Breite gut sortierten Nachrodter ihre Gegner Woche für Woche vor Probleme und sind eben mehr als ein gewöhnlicher Aufsteiger. Und der hat noch Lust auf deutlich mehr.

„Wir wollen in der Rückrunde mehr Punkte holen als in der Hinrunde“, gibt Uwe Hartmann die Richtung vor. Das klingt nicht nur ebenso ehrgeizig wie ambitioniert, sondern ist es auch. Doch irgendwie passt das auch zu dieser Mannschaft, die personell unverändert ins neue Jahr gehen wird. Mit einer Ausnahme: Vom Ligarivalen SV Deilinghofen-Sundwig wechselt in der Winterpause Alexander Ehlert ins Wilhelm-Mestekämper-Stadion. Er soll eine weitere Option für das Mittelfeld sein.

Da Erfolg bekanntlich sexy macht, sind inzwischen auch andere Vereine auf die SpVgg-Topleute Sedlaczek und Langer aufmerksam geworden. Mit Blick auf die Saison 2016/17 dürfte es daher spannend werden, ob es den Verantwortlichen gelingt, diese auch Truppe in dieser Form halten zu können.

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