FSV Werdohl läutet „Übergangsjahr“ ein

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FSV-Coach Alen Terzic (rechts) begrüßte zum Trainingsauftakt am Dienstagabend die Neuzugänge (von links) Benjamin Zekovic, Marcus Brüll und Moritz Klamann am Riesei.

Werdohl - Knüppelhartes Ausdauertraining alter Schule sieht wohl anders aus. Alen Terzic deutete mit ausladender Handbewegung auf den Parcours, durch den sich am Dienstag am Riesei das knappe Dutzend Spieler beim Trainingsauftakt der FSV Werdohl bewegte.

„Mit ‘klassisch’ hat das nicht viel zu tun“, sagte der Trainer, der den Fußball-Landesligisten in der Vorbereitung auf das von ihm prognostizierte „Übergangsjahr“ einstimmen will. Den Startschuss dafür bildete am Dienstag gerade einmal 23 Tage nach dem letzten Punktspiel der vergangenen Saison eine Einheit mit koordinativen Schwerpunkten.

„Auch wenn die Pause kurz war, gilt es gewisse Grundlagen aufzuarbeiten“, betonte Terzic. Noch ist der Kader des 34-Jährigen, der sich bekanntlich Ende vergangener Woche überraschend doch noch für einen Verbleib bei der FSV entschieden hatte, nicht ganz komplett. Und das gleich im doppelten Wortsinne: Zum einen macht die Urlaubszeit auch vor den Werdohlern nicht halt, fehlten mit Torhüter Simon Felbick, Robert Bierkoch oder den Fischer-Brüdern Falk und Philipp mehrere Akteure ferienbedingt.

Zum anderen sind die Verantwortlichen am Riesei nach wie vor bestrebt, trotz des ungünstigen, weil verhältnismäßig späten Zeitpunktes vielleicht noch die ein oder andere Ergänzung für das Aufgebot zu finden. Einstweilen füllt der ein oder andere A-Jugendliche die Trainingsgruppe auf. Erst ab der dritten Woche der Vorbereitung, so die Schätzung von Terzic, stehen alle Kicker des bislang feststehenden Kaders zur Verfügung.

Immerhin: Mit Ausnahme von Perspektivspieler Philipp Fischer, der sich von der A-Jugend des TuS Plettenberg der FSV angeschlossen hat, erlebten in Marcus Brüll und Moritz Klamann (beide zurück vom SuS Langscheid/Enkhausen) sowie Benjamin Zekovic (eigene Jugend) drei Neuzugänge den Trainingsstart auf den Kunsthalmen. Insbesondere auf die höherklassig erprobten Rückkehrer setzt Terzic große Hoffnungen, haben den Verein in diesem Sommer schließlich mit Akteuren wie Murat Kaya, Redouane El Alami, Manuel Sander oder Fisnik Zejnullahu auch einige arrivierte Kräfte verlassen.

Fußballerisch will der neue und alte FSV-Coach die Ansätze weiterentwickeln, die in den besseren Momenten der abgelaufenen Rückrunde bereits gut zu erkennen waren. Das laufintensive Spiel gegen den Ball, gutes Pressing und Gegenpressing bleiben die Prioritäten des Iserlohners. Dass der Klassenerhalt dennoch die Maxime für 2015/16 ist, so wiederholte Terzic, „darüber brauchen wir nicht zu diskutieren. Aber ich sehe uns durchaus mit Potenzial.“

Und damit möglichst wenig davon brach liegt, planen die Werdohler ein Kurz-Trainingslager in der Schweiz. Zu 99 Prozent seien die Vorbereitungen diesbezüglich abgeschlossen, betonte der Trainer.

Nach dem Testspiel bei Westfalenliga-Aufsteiger SpVg Olpe am 23. Juli will der Iserlohner seine Schützlinge über das Wochenende zwischen Basel und Zürich zusammenziehen. Neben den sportlichen, taktischen Fortschritten soll der Fokus dabei vor allem auf dem Teambuilding liegen.

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