Spiel der Ziel-Sieben soll schneller werden

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Beste Laune beim Aufgalopp: Die Verbandsliga-Handballer der HSV Plettenberg/Werdohl haben die Saisonvorbereitung aufgenommen.

Werdohl - Von den Großen lernen und das Machbare umsetzen – mit dieser Strategie ist Trainer Friedhelm Ziel mit dem Handball-Verbandsligisten HSV Plettenberg/Werdohl jetzt in die Vorbereitung gestartet. Kurz vor dem ersten Training hatte der Coach indes den ersten Ausfall zu verzeichnen.

Co-Trainer Jörg Klose ist beruflich und privat zeitlich derart ausgelastet, dass er um eine Auszeit bat. Ziel akzeptierte die Entscheidung und hofft, dass seine rechte Hand in absehbarer Zeit wieder ins Geschehen eingreift. „Er hat einen richtig guten Job gemacht und mich auf der Bank tatkräftig unterstützt“, sagt der Trainer, der weiß, was er an dem erfahrenen Ex-Keeper hatte.

Mit dem Athletik-Spezialisten Markus Globisch hat die HSV keinen Ersatz gefunden, dennoch spielt Globisch in Ziels Projekt eine ganz wichtige Rolle. Denn Fitness und Athletik sollen dazu beitragen – basierend auf den zwei Punkten Tempo und Risiko – die Attraktivität des eigenen Spiels zu steigern. Schneller soll der Handball der HSV werden. Und gerade in diesem Bereich ist Neuzugang Björn Traumüller ein wichtiger Faktor. Der schnelle, durchsetzungsstarke und spielintelligente Linkshänder soll zu den Speerspitzen zählen, die die Angriffseffektivität steigern. Den Ausdruck High-Speed-Handball lässt Ziel in diesem Zusammenhang fallen, plant aber ein Konzept, das Köpfchen voraussetzt.

Trainingsschwerpunkte in der ersten Vorbereitungsphase werden neben der Verbesserung der Abwehrarbeit die Athletik sein. Hier setzt Markus Globisch die Akzente.

Personell hat sich die Mannschaft kaum verändert. Neben Traumüller wechselte noch Torwart Martin Gerstberger vom VfB Altena zur HSV. Die Akte Lekovic wird derweil intensiv bearbeitet, ob der Linkshänder auch in der kommenden Saison das Trikot der HSV tragen wird, ist noch unklar. „Wenn er in Deutschland spielt, dann sind wir seine Nummer eins. Er hat sich bei uns unglaublich wohl gefühlt“, sagt der Sportliche Leiter Dirk Schulte.

Ansonsten nehmen noch Tobias Scharpe und Robin Esser ernsthaft die Herausforderung Verbandsliga-Handball in Angriff. Die beiden Nachwuchshoffnungen aus der A-Liga-Reserve nennt Ziel Potenzialspieler und kann sich gut vorstellen, dass sich das Duo im Laufe der Vorbereitung steigert und den Sprung schaffen kann.

Ziele hat die HSV vor dem ersten Training bereits formuliert: Ein Platz in der vorderen Tabellenhälfte wird angepeilt. Und das hält Friedhelm Ziel auch für realistisch: „Wenn man bedenkt, wie viele Spiele wir ganz knapp verloren haben. Da fehlte oft nur ein Tick. Und dieses Bisschen werden wir aufarbeiten“.

Zehn Testspiele finden sich im Vorbereitungsplan wieder. Ein bunter Mix an Gegnern, von der Landes- bis Oberliga. Aufgrund der Hallensituation in Werdohl und in Plettenberg wird der Großteil der Begegnungen allerdings auswärts stattfinden müssen.

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