Fußball-Bezirksliga 6

Vergebliche Hoffnung auf mehr Spannung

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Eine deutliche Steigerung gegenüber schwächeren Leistungen in den vergangenen Wochen bot RWL-Kapitän Richard Dissing (hier bedrängt von Domenico Restieri und Kevin Ropiak).

LÜüdenscheid - Nicht nur die Fans von Rot-Weiß Lüdenscheid hatten den Bergstädtern am Sonntag die Daumen gedrückt. Auch die Verfolger aus Berchum/Garenfeld, Hennen, Voerde und Schwerte hatten gehofft, dass die Rost-Elf zumindest einen Hauch von Spannung zurück in die Bezirksliga 6 zaubern können. Doch unterm Strich war Titelanwärter SpVg Hagen 11 zu stark auch für den bis dato härtesten Verfolger, feierte den zwölften Sieg im zwölften Spiel.

Unzufrieden war RWL-Trainer Martin Rost dennoch nicht: „Vor allem in Halbzeit zwei hat meine Mannschaft gut mitgespielt und haben die Zuschauer ein gutes Bezirksligamatch gesehen“, befand nicht nur der Gästecoach, dass das 1:4 letztlich zu heftig ausgefallen war. „Nach dem Anschlusstreffer zum 1:2 haben wir nochmals alles probiert, aber letztlich hat’s nicht gereicht.“ Auch Hagens Trainer Stefan Mroß hatte gegenüber Hagener Medien eingeräumt, dass der Ligagipfel dann weitgehend „auf Augenhöhe“ stattgefunden hatte.

Letztlich aber eben nur „weitgehend“: Denn in den Kleinigkeiten waren die Gastgeber in Emst um jene Nuancen besser, die ihnen die Möglichkeiten gaben, dank hoher Effizienz die Partie zu ihren Gunsten zu entscheiden. Sechs Torchancen reichten den Hausherren zu gleich vier Treffern. Müßig, dass ein Teil dieser Treffer auch durch Fehler der Gäste (Brackmann, Besirlioglu) begünstigt war.

„Wir brauchen sicher einfach mehr Torchancen für diese Treffer“, bedauert Trainer Rost natürlich die Ausfälle der Offensivtrümpfe Lukas Finke und Semir Tuz, die ihm für das Taktieren vor dem gegnerischen Tor einfach mehr Möglichkeiten eingeräumt hätten und vielleicht den Druck auf die gegnerische Innenverteidigung noch hätten erhöhen können.

War die zweite Halbzeit auf der Bezirkssportanlage weitgehend offen, so hatte der Gast vor dem Wechsel nicht ganz so gut ins Spiel gefunden und entgegen der Vorgaben ein wenig zu hoch attackiert. „Aber man muss die Jungens auch verstehen, wir haben wochenlang diesem Spitzenspiel entgegengefiebert, da waren alle heiß, vielleicht ein bisschen übermotiviert, wollten wohl doch unbedingt mit den Hagenern mitspielen“, meinte der Coach. Das freilich war der Mroß-Elf bei den langen Diagonalpässen entgegengekommen, die den pfeilschnellen Offensivkräften den Raum zu den beiden Toren ermöglichten.

Mit der Niederlage hat RWL den zweiten Platz zumindest vorerst abgegeben: Dank eines Last-Minute-Sieges in der Nachspielzeit schob sich Berchum-Garenfeld an den Bergstädtern vorbei, hat aber auch schon ein Spiel mehr ausgetragen. In Lauerstellung punktgleich hinter den Lüdenscheidern liegt inzwischen Landesligaabsteiger SC Hennen, der mit der Empfehlung von 19 Punkten aus den letzten sieben Spielen ohne Niederlage in den Hinrunden-Endspurt geht.

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